Coronatest - Berichte

Liebe Lage,

Ich finde gut, dass ihr auf Erfahrungen bei Coronatests eingeht, vielleicht interessiert euch ja mehr davon. Mich jedenfalls, also gerne kommentieren!

Hier meine kurze (weil negativer Test) Geschichte:

Ich habe Montagnacht starke Symptome entwickelt, zuvor ganz leichte Symptome, die ich auf Allergie schub. Dienstagvormittag dann um einen Test gekümmert, bei der Hausärztin kam ich nicht durch (ist aber nicht ungewöhnlich, da kleine Praxis), also über die 116117. Dort drei eingetragene Ärzte vorgeschlagen bekommen - es führen wohl fast alle Hausärzt:innen die Tests durch, aber das haben nicht alle für die Bereitschaftsnummer hinterlegt.
Bei einem HNO-Arzt kam ich direkt in die Coronateststunde, die er hat, sehr schneller Test - so schnell, dass ich vergessen habe, nach der App zu fragen. Aber man kann, wie ich später rausgefunden habe, das Ergebnis auch händisch eintragen, dafür muss man telefonisch bei der Corona-App-Hotline eine Tan erfragen. Nur fragen sie zumindest in dieser Praxis nicht nach…

Etwa 36h später das Ergebnis telefonisch erhalten, negativ. Das ging also relativ schnell.

Ich bin übrigens sehr vorsichtig und kann mir diese fiese Erkältung nur beim Super-Spreader-Event Staatsexamenschreiben geholt haben…

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Danke für die Eröffnung dieses Themas!

Mein Kind macht seit Beginn des Schuljahres Homeschooling und hat auch keinerlei persönlichen Kontakt zu anderen Kindern, auch nicht mit Klassenkamerad’innen. Jetzt wurde ein Kind aus der Klasse positiv getestet. Daraufhin wurde eine Quarantäne über alle Kinder aus der Klasse verhängt. Auch mein Kind steht auf dieser Liste. Das bedeutet, dass es nicht nur wie bisher keinen Kontakt zu anderen Kindern hat, sondern jetzt auch nicht mal mehr spazieren gehen darf.
Außerdem wurden Termine für Coronatests für alle Kinder der Klasse beim Gesundheitsamt mitgeteilt und auch hier stand mein Kind mit auf der Liste. Diese Nachrichten kamen am Freitag Nachmittag und es war dann bis Montag niemand erreichbar: Klassenleitung, Schulleitung, Schulsekretariat und schon gar nicht die Hotline vom Gesundheitsamt. Bei letzterer stand ausdrücklich, dort solle man anrufen, falls das Kind Symptome habe oder falls man belegen könne, dass das Kind im betreffenden Zeitraum nicht in der Schule war. Bei dieser Hotline war auch am Montag den ganzen Tag die Leitung besetzt und falls sie doch mal frei war, ging niemand ran. Das ist also keine Hot- sondern eine Schrottline. Ich habe natürlich der Schule und dem Gesundheitsamt an alle Adressen, die ich finden konnte, per E-Mail geschrieben, dass mein Kind bitte von diesen Listen bitte gestrichen werden soll. Aber bis heute kam keine Antwort.
Unsere Schule war dann am Montag telefonisch erreichbar, es wurde eine Mail ans Gesundheitsamt geschrieben, dass mein Kind zu Hause beschult wird und deshalb nicht am Dienstag getestet werden muss. Wir haben diese Mail in Kopie erhalten. Am Dienstag rief uns dann das Gesundheitsamt an, warum das Kind nicht zum Test gekommen ist. Meine Erklärung am Telefon genügte als Antwort. Das finde ich allerdings auch bedenklich, denn so könnte ja jeder, der sein Kind nicht testen lassen will, sich davor drücken und somit eine Quarantäne für die Familie umgehen, falls das Kind infiziert ist.
Offiziell haben wir noch immer keine Mitteilung, dass unser Kind nicht in Quarantäne bleiben muss. Naja, die ist dann am kommenden Dienstag eh vorbei.

Meine Freundin und ich waren in Tirol als es zum Risikogebiet erklärt wurde. Haben den Urlaub vorzeitig abgebrochen. Montags den Test gemacht. Über die die App kam nie eine Nachricht. Am Mittwoch haben wir dann angerufen erfahren dass wir negativ waren.

Dann kam Donnerstag von der App meiner Freundin ein Warnhinweis, dass sie vor 2 Tagen in der Nähe einer positiv getesten Person war. In der Zeit waren wir aber zuhause und die ganze Zeit zusammen. Ich habe diesen Warnhinweis allerdings nicht bekommen.

Zum Thema, wie schwer es ist, einen Test zu bekommen:
Die Problematik einen Test zu erhalten scheint hier in Niedersachsen auch die Politik erreicht zu haben.
So werden sind in Schulen und Kindergärten bei symptomatischen Kindern überhaupt keine Test vorgesehen! Hat ein Kind Symptome einer Erkältungskrankheit und ist „zu symptomatisch“ um in die Einrichtung zu gehen, soll es 2-3 Tage zu Hause bleiben. Geschwisterkinder und die Eltern besuchen dabei weiter Ihre Einrichtungen und Arbeitsplätze. Ein COVID-.19-infiziertes Kind, dass vor Auftreten der Symtome bzw. vor dem Fernbleiben bereits weitere angesteckt habe könnte wird so niemals identifiziert werden, Super-spreading incoming! Hab in der Sache die Verantwortlichen angeschrieben (Landrag, Gesundheitsamt, Niedersächs. Gesundheitsministerium, Kultusministerium) - keine Anwort von niemanden.
Würde als Beleg gerne das uns Eltern ausgehändigte Merkblatt mit Flußschema hochladen, geht hier glaub ich nicht, auf Nachfrage gerne.

Anmerkung zur App-Geschichte des Päärchens im Podcast:
könnte es sein, dass die Dame oder der Herr die App im eigenen Haus nicht aktiv geschaltet haben? Oder GPS ausgeschaltet war?
Ich persönlich habe sie bei Freunden und bei Besuch nicht aktiv, denn mein Umfeld ist vernünftig und vertrauenswürdig genug, um mir auch ohne App über eine mögliche Gefahr zu informieren.
Ansonsten nutze ich die App ganz normal.

Ich hoffe das es an soetwas gelegen hat und nicht an Fehlfunktionen der App.

Liebe Lage,
damit nicht nur negative Erfahrungen mit der Corona-App gepostet werden, hier ein positives Beispiel. Die App hat mich korrekt über einen Kontakt informiert, der 6 Tage nach unserem Treffen positiv getestet wurde. Sie war nur unwesentlich langsamer als die direkte Info des Betroffenen.
Ich denke, dass kaum jemand alle Kontakte der letzten 7 Tage aufzählen kann, daher ist sie ein sinnvoller Baustein in der Pandemie-Bekämpfung.

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Ich habe in dieser Woche auch einen Coronatest machen müssen und eigentlich sehr positive Erfahrungen gesammelt - und das sogar in Berlin :wink:

Am Montag Nachmittag habe ich bei meinem Hausarzt hier in Berlin angerufen, da ich leichte Erkältungssymptome hatte. Ich wurde sofort in die Coronasprechstunde für Mittwoch einbestellt. Das ich erst zwei Tage später einen Termin bekomme fand ich anfangs etwas ärgerlich, aber ich kann die Priorisierung durch aus verstehen. Ich hatte leichte Erkältungssymptome und sollte mich umgehend melden falls sich mein Zustand verschlechtert.
Der Ablauf des Test war extrem gut organisiert, eigenes Wartezimmer in dem ich keine 5 Minuten warten musste, Testabnahme durch die Nase empfand ich als sehr unangenehm aber ging super flott. Ich habe einen QR Code für die Coronawarnapp mit einem ausführlichen Zettel erhalten und Daten für die Website des Labors (Bioscientia), auf der ich dann mein Ergebnis abrufen kann. Das Ergebnis lag innerhalb von 24 Stunden vor, jedoch nur über die Website des Labors. Bis heute (das Testergebnis habe ich am Donnerstag erhalten) ist die Coronawarnapp immer noch davon überzeugt, dass das Testergebnis noch nicht vorliegt.
Ganz offensichtlich scheint hier irgendwas nicht zu passen. Das ist ärgerlich!

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Moin,
ich habe positive Erfahrungen gemacht.
Als bei mir Symptome auftraten, habe ich mich an den Hausarzt gewandt.
Ich wurde sofort zum Test gebeten, durfte das Auto nicht verlassen, der Abstriche wurde entnommen und ich erhielt die Weisung zu einer bestimmten Uhrzeit wieder auf dem Parkplatz der Praxis zu erscheinen. Zeitgleich erhielt ich einen Zettel mit einem QR-Code, diesen habe ich in meine Warn-App eingelesen und schon war der Test registriert, das ganze dauerte keine Minute.

Pünktlich vor Ort habe ich in der Praxis angerufen und wurde nach kurzer Wartezeit zum Hausarzt durchgeleitet. Dort bekam ich zuerst einen deftigen Schreck… aufgrund der Schutzkleidung des Arztes, ich sage mal die Einsatzkräfte in Tschernobyl waren nicht so gut ausgerüstet. Nach einem kurzen Gespräch und einer eingehenden Untersuchung wurde ich aufgrund des unklaren Befundes an das örtliche Krankenhaus überwiesen. Dort in der Notaufnahme wurde ich sofort separiert und bekam relativ schnell (ca.15min Wartezeit) einige Blutproben entnommen und ein weiterer Abstrich wurde gemacht, zusätzlich wurde Blutzucker und Sauerstoffsättigung gemessen. Nach ca. 60min sollte das Ergebnis bekannt sein. Die Ansprechpartnerin in der Notaufnahme führte noch etwas gelassen aus, das Ergebnis würde ich an der Schutzkleidung des Arztes erkennen :-). Nach ca. 75min kam tatsächlich der behandelnde Arzt in voller Schutzausrüstung in den Raum und mir entfuhr ein Ausdruck des Schreckens. Aber die Aufregung war umsonst, lediglich die Auswertung des Tests war noch nicht bekannt. Nach weiteren 20 Minuten bekam ich grünes Licht und konnte mich wieder frei bewegen. Der Test war negativ!

Die ganze Zeit habe ich natürlich meine Warn-App im Auge behalten, ob sich aus dem anderen Labor etwas neues gibt. Hier gab es auch Entwarnung am nächsten Morgen, also knapp 24h nach Entnahme der ersten Abstriches! Aus meiner Sicht haben alle Räder in einander gegriffen! Kompliment an alle Beteiligten und die Warn-App.

Beste Grüße
Darani

Hallo Thomas,
Vielleicht ist die Zeitangabe („vor zwei Tagen“) zu ungenau, und umfasst einen Moment vom Vortag, an dem ihr evtl. unterwegs wart und unterschiedlich nah an demjenigen Infizierten dran, in einem öffentlichen Verkehrsmittel bspw. wäre das denkbar.
Grüße,
Ulrike

Hallo Jens,

GPS brauchst Du doch gar nicht, lediglich Bluetooth muss halt immer an sein.
Ich versteh aber auch nicht, warum Du Dir die Mühe machst, die App zwischenzeitlich abzuschalten, was ist der Sinn?

Interessierte Grüße,
Ulrike

Bei Android-Geräten gibt es zwei Möglichkeiten das GPS auszumachen:

  • einzelnen Apps die GPS-Berechtigung entziehen / gar nicht erst erteilen
  • Grundsätzlich Standortdaten ausschalten
    Letzteres war auch meine Standardeinstellung, wenn ich mal ausnahmsweise (1 mal im Monat) GPS für eine App brauchte habe ich die Standortdaten aktiviert.

Aus Gründen versteht google, auch wenn technisch kein GPS genutzt wird, die Bluetooth-Beacon Technologie der Corona Warn App als Standortdatenbestimmung. Wenn also Standortdaten augeschaltet sind, auch wenn Bluetooth läuft, funktioniert das tracking nicht (man wird auch darüber informiert).
De facto muss man also auch GPS (grundsätzlich) an haben, um die App nutzen zu können, auch wenn die App GPS nicht nutzt.

Guten Morgen Ulrike,
Das weiß ich ja, ist aber vielleicht nicht Allen bekannt.
Das istganu einfach: ich brauche sie mehrere Tage am Stück nicht, da ich keinen fremden Leuten begegne die mich nicht informieren würden.Fufs einkaufen etc ist das natürlich etwas anderes.

LG Jens

Ich habe jüngst sehr positive Erfahrungen gemacht. Wir wohnen in Hessen und aus gegebenem Anlass brauchten wir einen Coronatest für eines unserer Kinder, da wir in Urlaub fahren wollten und es einen Kontaktfall in der Schule gab. Passenderweise kriegt man solche Neuigkeiten ja immer zu Unzeiten, in unserm Fall Samstagabend.

Nach etwas Recherche im Internet habe ich mich bei Centogene registriert, die am Frankfurter Flughafen entsprechende Tests anbieten. In unserem Fall für 59€ einen Test mit 95% Antwortzeit binnen 12 Stunden zzgl. 25€ für optionales ärztliches Attest. Für mehr Geld wäre auch 6 Stunden zu 95% Antwortrate möglich gewesen. Samstagabend bestellt, bezahlt und mit Ausdruck der Unterlage dann Sonntagmorgen an den Flughafen gefahren. Nur ganz kurz angestanden, Abstrich gemacht, binnen 5 Minuten vom Arzt geprüft worden, wieder nach Hause gefahren und (negatives) Testergebnis war binnen 7 Stunden da, so dass wir beruhigt in Urlaub fahren konnten.

Das Portal des Anbieters war sehr einfach in Registrierung und man konnte sogar eine 2-Faktor-Authentifizierung per SMS optional aktivieren. Testergebnis & Attest war dann aus dem Portal runterladbar.

Fazit: Muss man zwar selber bezahlen, aber wenn man schnell einen Test braucht, dann haben wir dafür in der Nähe eine gute Möglichkeit. Der Anbieter ist nach eigenen Angaben auch am Flughafen in Hamburg, Düsseldoof und Rostock.

Ich habe inzwischen 5 Coronatests hinter mir.
Hier meine Erfahrungen:

  1. Test
    Mein erster Test war Anfang September, weil ich beruflich nach Boston musste. Als Reiserückkehrerin habe ich mich im Frankfurter Flughafen testen lassen. Das negative Ergebnis war schon nach 8 Stunden in meinem Emailpostfach.

  2. Test
    Mein zweiter Test war dann Ende September, diesmal aufgrund einer beruflichen Reise nach Israel. Auch hier wieder, Testzentrum am Frankfurter Flughafen, diesmal hat das Testergebnis ca. 10 Stunden gedauert. Wieder negativ.

  3. Test
    Anfang Oktober, wieder war ich beruflich unterwegs, diesmal in Miami. Selbes Spiel, schneller Test, exakte Zeit weiß ich nciht mehr.

  4. Test
    Danach wurde es spannend. Während ich in Miami war, wurde ein guter Freund von mir symptomatisch und dann auch positiv getestet. Am Tag vor meinem Abflug hatten wir uns noch gesehn.
    Ich begab mich also in Quarantäne. (Die App hat mir übrigens nichts gesagt, aber es ist durchaus möglich, dass unsere Handys uns nicht lange genug nah genug kamen, da seines während meines Besuchs bei ihm die meiste Zeit auf der Küchenablage lag, und wir am etwas entfernten Tisch saßen. Ob es eine Rolle spielt, dass eins ein iPhone, das andere ein Shiftphone ist, kann ich nicht sagen)
    Ich war bereits 5(!!) Tage in selbstverhängter Quarantäne, bis das Gesundheitsamt sich bei mir gemeldet hat. Obwohl ich vermutlich in der infektiösen Phase des Freundes mich lange Zeit mit ihm in einem geschlossenen Raum aufgehalten habe und er das dem Amt auch so mitgeteilt hat. Das hat mich dann doch etwas erschüttert. Ich hatte versucht, das Gesundheitsamt selbst zu erreichen. Am Wochenende kam eine Ansage vom Band, man sei Montags wieder erreichbar. Als ich mal durchkam (beim 28ten Versuch), hieß es, wenn ich schon auf der Liste stünde, würde man sich mit mir in Kontakt setzen. In diesem Telefonat wurde mir nicht gesagt, ich solle zu Hause bleiben oder so. Für mich unverständlich.
    Als dann eben am 5. Tag der Mitarbeiter des Gesundheitsamts angerufen hat, wurde mir eine offizielle Quarantäneanordnung per mail zugeschickt, die ich auch an meinen Arbeitgeber weitergeleitet habe.
    Spazieren gehen ist laut meiner Quarantäneanordnung ganz offiziell erlaubt.
    Ein Test sei für mich nicht vorgesehen.
    Da ich dann aber doch Halsschmerzen bekam, wendete ich mich an meine Hausärztin und bekam einen Test. Meine Hausärztin hat das sehr gut gelöst. Statt Wartezimmer steht man im Hof zur Infekt-Sprechstunde, wird einzeln reingebeten, dann wird der Abstrich gemacht.
    Bei mir war das der einzige Test, bei dem ein Abstrich durch die Nase gemacht wurde. Alle anderen gingen durch den Mund.
    Das Testergebnis wurde mir nach ca. 48 Stunden telefonisch mitgeteilt, zum Glück negativ. Die Quarantänedauer ist davon nciht beeinflusst.

Weil ich Kontakt zu meiner über 90jährigen Oma habe, wollte ich dann am Ende meiner Quarantäne doch nochmal ganz sicher gehen und habe bei Centogene selbst für einen Test gezahlt. Kostet 59€, Ergebnis war wieder innerhalb weniger Stunden da.

Fazit
negative Erfahrungen mit dem Gesundheitsamt (wieso sind die so überlastet? Die hatten doch jetzt monatelang Zeit, sich vorzubereiten)
positive Erfahrungen mit Tests. Centogene als Anbieter ist sehr zu empfehlen. Ich kann nur für das Frankfurter Testzentrum sprechen, aber kurze Wartezeiten, gute Organisation und ein schnelles Ergebnis haben mich überzeugt.

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Meine Erfahrungen mit den Corona-Tests sind eine Katastrophe. Ich komme gerade aus Slowenien zurück, was seit ein paar Tagen Risokogebiet ist. Ich müsste damit zwingend 14 Tage in Quarantäne. Da das keine Option für mich ist, war ich am Freitag zum Corona-Test.

Ich bin aus Chemnitz, die Corona-Tests werden dort zentral durchgeführt. Es gibt dafür eine zentrale Anlaufstelle, die für Reiserückkehrer täglich für 45 Minuten Tests durchführt (Mo-Fr von 16:00 bis 16:45 und Sonntags 9:00 bis 9:45) (Quelle).

Und nach diesem Erlebnis am Freitag kann ich absolut verstehen, wenn Leute auf diese Test- und Meldemaßnahmen beim Gesundheitsamt schimpfen und teilweise auch drauf pfeifen. Ich war 16:05 dort, um mich testen zu lassen. Es lief äußerst zäh, die Schlange hat sich kaum bewegt. Gewartet habe ich bis 20:30. Vor und hinter mir sind immer wieder Leute genervt umgekehrt und haben einfach resigniert. Ich vermute die gehen am Montag dann trotzdem wieder arbeiten, weil man ja praktisch keine Chance hat, getestet zu werden, ohne einen halben Tag dafür zu vertun. Wenn man mal ein Stündchen warten muss, finde ich das auch noch okay. Aber bei mir hat die die ganze Prozedur mit allem drum und dran dann insgesamt fast 5 Stunden gedauert, das darf einfach nicht sein.

Mein Kind wurde am Mittwoch getestet. Heute am Sonntag kann der Anruf vom Gesundheitsamt mit dem Ergebnis.

Ich muss mich mit meinem Bericht vor allem auf die bisherige Kommunikation mit dem Gesundheitsamt beschränken, da es noch gar nicht zum Test gekommen ist.

In der letzten Woche hat ein Arbeitskollege nach Symptomen auf eigene Initiative einen Test gemacht (sein Arzt hat das für nicht notwendig erachtet). Das positive Testergebnis hat er am Freitagmorgen erhalten.
Da wir 4 Tage zuvor ein Meeting hatten, bin ich Teil einer kleinen Gruppe der Belegschaft, die als Risikokontakte zu werten sind und auch die aktuellen Testvoraussetzungen erfüllen.

Nun wohnt der infizierte Kollege aber in einem anderen Kreis, so dass ein anderes Gesundheitsamt zuständig ist.
Also müssen unsere Daten erst über Umwege an das hiesige Amt übergeben werden.
Und da scheint etwas im Argen zu liegen, denn bis jetzt (Montagabend) hat sich noch niemand gemeldet (wir sind also auch nicht offiziell quarantänisiert).

Wir haben auch versucht, von uns aus aktiv zu werden, aber aus unserer Kohorte hatte niemand Glück mit der Hotline, trotz mehrfacher, zeitlich gestreuter Versuche.
Die Hausärzte verweisen aufs Gesundheitsamt, und das verweist auf die fehlenden (weil nicht übermittelten) Einträge auf Risikolisten.

Hallo ihr Lieben,

für den Bericht habe ich mich extra im Forum angemeldet und bin wirklich froh, dass es eine Möglichkeit gibt das zu erzählen - ehrlich ich kann es selber nicht ganz glauben wie schlecht das alles organisiert ist.

Mein Freund ist Niederländer und kann zum Glück sehr viel von zuhause aus arbeiten, sodass er im Endeffekt seit März 2020 bei mir in Bremen wohnt und nur in die Niederlande fährt, wenn die Zahlen niederig sind oder der Job es verlangt. Vor zwei Wochen musste mein Freund wieder zu Arbeit in die Niederlande. Das hieß für uns er kehrt aus einem Risikogebiet zurück. Also haben wir uns auf die Quarantäne vorbereitet und versucht alle Informationen, wie wir uns zu verhalten haben zu sammeln. Das war schon schwierig genug, da um dem 15.10.2020 eigentlich neue Quaränteregeln für die Einreise aus Risikogebieten gelten sollten- diese aber nirgends zu finden waren. Es gab nur Hinweise „Bitte informieren Sie sich zum 15.10. ändern sich die Regeln“.
Wir haben nur durch Zufall herausgefunden, dass man eine Ausstiegskarte bei der bahn ausfüllen muss, wenn man einreist (konnte sogar online geschehen). Wenn einem nur keiner im Zug von Amsterdam nach Berlin darauf hinweist, bringt auch die digitale Karte nichts. Diese Karte übernimmt das Melden beim Gesundheitsamt für einen, sodass man da nicht anrufen muss.
Nach der Ankunft haben wir eine E-Mail ans Ordnungsamt geschickt (ist eine Bremer Regel) und bekamen eine automatisierte Antwort, dass der Bearbeitungsprozess länger dauert.
Am Freitagmorgen riefen wir dann die Info-Hotline an: wir waren uns unsicher, ob er sich am normalen Testzentrum testen lassen kann, da er keine deutsche Krankenkasse hat. Die Frau meinte es wäre kein Problem, alle Reisenden aus Risikogebieten können sich testen lassen. Als mein Freund dann dort ankam wurde ihm ein vorgeschriebener Zettel ausgehändigt (darauf schließe ich, dass es öfter zu Fehlinformationen kommt) und zu einem privaten Textzentrum verwiesen. Er also wieder zurück zur Wohnung. Am nächsten Tag bekam er, dann dort einen Test für 95 € (115€ ab November).

Montagmorgen meldete sich das Ordnungsamt, sie würden nur die Daten aufnehmen, haben aber nichts mit der Quarantäne zu tun - wir haben die Informationen dort hin gesendet, warum man sich dort melden sollte ich weiß es nicht…
Am Montag kam zum Glück auch der negative Test zurück - bis heute hat sich das Gesundheitsamt nicht bei uns gemeldet.

Ich frage mich, ob es an der Überlastung liegt oder daran, dass mein Freund offiziell nicht in Bremen gemeldet ist. Das kann eigentlich echt nicht sein, besonders da er ja seine Daten über das Einreiseformular ans Gesundheitsamt gesendet hat. Was mich besonders ärgert ist, dass in der Statistik für die Inzidenz Städte wie Bremen und Hamburg nicht gemeldte Einwohne mit kalkuliert werden, diese von der Stadt (zumindest in Bremen) komplett alleine gelassen werden. Solange die Inzidenz niedriger gerechnet werden kann, werden sie beachtet und ansonsten werden sie ignoriert.

In unserem Fall hatte das jetzt keine Konsequenzen, da wir uns selbstständig in die Quarantäne begeben haben und uns den Test privat auch leisten können. Aber was ist mit Menschen, die in Risikogebiete reisen und die Sache nicht so ernst nehmen oder keine deutsche Krankenkasse haben und auch nicht einsehen um die 100 € für einen Test auszugeben.

Mein Testerfahrungen sind überwiegend positiv.

Ich wohne in Bayern und habe eine Tochter, die in den Kindergarten geht. Ich habe mich mittlerweile daran gewöhnt, regelmäßiger als früher leichtere Infekte zu haben. In Coronazeiten stellt das leider immer wieder ein Problem dar, gerade im Arbeitsalltag in der Firma. Insgesamt drei Tests habe ich seit Juni aufgrund von leichten Erkältungssymptomen (Halsschmerz, Halskratzen und Schnupfen) gehabt.
In jedem Fall habe ich meine Hausärztin kontaktiert. Diese hat in einer anliegenden Garage eine Art Testcenter eingerichtet. Dort wird man eingetaktet, der Abstrich wird gemacht und man erhält zeitnah ein Ergebnis (bisher immer negativ).
Mein aktueller Test (Ergebnis liegt noch nicht vor) wurde sogar ohne Abstrich vorgenommen. Ich erhielt durch ein Fenster eine kleine Dose mit einer Lösung. Diese gurgelte ich unter Aufsicht für 10 Sekunden und spukte das Gemisch zurück in den Becher. Die Prozedur war nach 5 Minuten erledigt und ich war wieder im Auto. Ich erhielt einen Hinweis (mit QR Code) für die Corona App und einen LogIn des Labors zum Online abrufen des Ergebnisses.
Einzig negativer Aspekt ist aktuell die Wartezeit. Abstrich (oder Gurgeln) Mittwoch früh 8 Uhr - bis jetzt, Freitag 19:30 Uhr kein Ergebnis. Meine Hausärztin hat mir versprochen Morgen in die Praxis zu gehen und nach Ergebnissen zu fragen, da die Labore jetzt auch Samstags arbeiten um das Pensum zu erbringen.

Insgesamt ist der „symptomorientierte“ Teil der Teststrategie wohl gut ausgereift und auch gut organisiert. Ich befürchte nur, dass der Flaschenhals die Praxen und die Labore sind. Sollte ich erst Montag mein Ergebnis bekommen, sind das 5 Tage ohne Ergebnis. Das ist der Moment, in dem schwere Verläufe das Testgeschehen überholen und quasi ad absurdum führen.

Darüber hinaus empfinde aktuell die Situation mit den Kindern als besonders schwierig. Ich finde es prinzipiell richtig, dass die Kinder nicht ständig getestet werden. Es hat sich aber offenbar niemand darüber Gedanken gemacht, dass Eltern junger Kinder die selben Infekte im Regelfall auch durchmachen und so der Test, der für die Kids gespart wird, zeitverzögert über die Eltern trotzdem in den Laboren landet. Schließlich ist man ja angehalten jedes Symptom ernst zu nehmen und einen Test zu machen. Selbst wenn einem klar ist, dass der Rotz von der Tochter kommt… Die Abgrenzung ist da ziemlich schwer und wahrscheinlich auch nicht lösbar.

EDIT: Testergebnis kam um 20 Uhr online - negativ. Da werden wohl viele Überstunden geschoben. Zeit von Test bis Ergebnis 60 Stunden.