odbb
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Das interessiert mich genauer, weil wir hier immer wieder Diskussionen haben: müssen sie sich ungeimpft dem Risiko aussetzen, weil sie nicht geimpft werden können oder weil sie nicht geimpft werden wollen? Ich wohne in Baden-Württemberg und hier können Lehrer aller Schulen schon seit Wochen geimpft werden - eine der Entscheidungen, die ich von unserer Landesregierung sehr überzeugend finde. Bei uns geht es also fast immer um Lehrer, die sich nicht impfen lassen wollen und dann nach Tests, Schulschließungen usw. rufen. Dafür habe ich kein Verständnis.
Wenn man als Lehrer*in allerdings gar keine Möglichkeit hat, sich impfen zu lassen, sieht die Sache natürlich anders aus…
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odbb
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Wir haben ja auch erst seit 13 Monaten Pandemie, wer könnte da erwarten, daß es nach so kurzer Zeit Konzepte für die Schulen gibt? Oder womöglich digitalisierte Gesundheitsämter zur Kontaktnachverfolgung oder Quarantäne-Überwachung? 
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odbb
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Natürlilch gibts überall Licht und Schatten, anscheinend lebe ich in einer Lichtblase 
Das „Präsenzverbot“ interessiert mich: wir haben das auch als Möglichkeit in Erwägung gezogen, vor allem um die Kollegen zu schützen, die keine Möglichkeit für Homeoffice haben. Allerdings haben uns die Juristen gesagt, daß das nicht oder nur mit extrem großem Aufwand möglich ist:
Da wir als kleine Firma keinen Betriebsrat haben, müßten wir mit jede/r Mitarbeiterin eine Einzelvereinbarung treffen und die Unterzeichnung wäre vollkommen freiwillig. Da es auch ein paar Mitarbeiterinnen gibt, die da nicht mitziehen, hätten wir eine Zweiklassen-Belegschaft: diejenigen Kolleg*innen, die nach Hause müssen weil sie die Vereinbarung unterzeichnet haben, und die Anderen. Was das für die Akzeptanz und den sozialen Frieden im Unternehmen bedeutet hätte, liegt auf der Hand. Also bleibt es auch hier wieder bei unverbindlichen Appellen und Angeboten.
odbb
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Was mir fehlt - und zwar vollkommen unabhängig vom Parteibuch - sind Politiker, die Entscheidungen treffen und Verantwortung übernehmen.
Testpflicht für alle? Oh nein, irgendeine Gruppe könnte sich aufregen!
Schulschließungen? Oh nein, Lehrerverband Pusemuckel könnte auf die Barrikaden gehen! Schulöffnungen? Lieber auch nicht, das könnte der Verband aus dem Nachbardorf doof finden!
…
Vor lauder Bedenkenträgerei und Angst, passiert einfach nichts und die Verantwortung wird dem Einzelnen überlassen.
„Wir verpflichten Dich nicht zum Testen, aber bittebitte gehe doch freiwillig“.
„Wir wollen die Schüler testen, aber bittebitte liebe Schulen, organisiert das doch selber“.
„Wir wollen einen Osterlockdown, aber bitte am Feiertag wo ihn niemand spürt“.
…
Ich kann mit politischen Entscheidungen leben, mit denen ich nicht einverstanden bin, so lange sie sich auf dem Boden der Gesetzt bewegen. Aber ich kann nicht mit Nichtstun und Sonntagsreden leben, das finde ich schwach und feige.
Denn die Menschen vor Ort in den Schulen, Betrieben, Kirchen, Gesundheitsämtern usw. können sich den Luxus des Nichtstuns nicht leisen, weil sie jede Tag Entscheidungen treffen und Verantwortung übernehmen müssen.
Das erlebe ich leider unabhängig vom Parteibuch und führt dazu, daß ich mich auch so wenig vertreten fühle, wie noch nie. Wenn ich an die anstehenden Wahlen denke, wird mir wirklich Angst und Bange um unsere Demokratie. Vielleicht wird man rückblickend sagen, daß sie die am stärksten unter Long Covid leidende Intensivpatientin ist…
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odbb
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Wie überall gibt es schwarze Schafe und ich sehe es genauso: so etwas ist vollkommen verantwortungslos und muß verfolgt und bestraft werden.
Aber genau da liegt eben auch der Schlüssel: dann darf es keine „Angebote“ und „Appelle“ geben, die keiner ernstnimmt. Sondern dann muß es heißen: „alle werden zweimel wöchentlich getestet, egal ob in der Firma, dem lokalen Testzentrum oder sonstwie“. Das muß verpflichtend sein, und zwar für den Chef genauso wie für die Putzfrau. Das ist für alle transparent und nachvollziehbar, erfüllt seinen epidemiologischen Sinn und würde Deine Freundin schützen. Und zwar nicht nur vor dem Chef, sondern auch vor den Kolleg*innen, die „das mit dem Corona“ sowieso alles für übertrieben halten.
Aber dazu bräuchte es klare Linie und stringente Entscheidungen statt Klassenkampfrethorik.
qbi
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Das „Präsenzverbot“ in der einen Firma ist letztlich auch nur ein starker Appell. Da hat die Geschäftsführung allen gesagt, dass sie zu Hause bleiben sollen. Wenn jemand ins Büro kommen will, gibt es Listen, wo man sich einträgt und dabei möglichst „kollisionsfrei“ im Büro ist.
In dem anderen Beispiel wird es härter durchgezogen. Da muss vorher beantragt/angemeldet werden, dass jemand ins Büro will. Hier weiß ich jedoch nicht, auf welcher Basis die das gemacht haben.
Hallo,
ich wohne in einer kleinen Stadt an der Donau und von meinem Schreibtisch aus kann ich direkt in den Büroraum einer kleiner mittelständigen Firma sehen. Da ich von zuhause aus studieren, habe ich täglich mehrere Stunden einen direkten Blick in die Fenster.
Seit nun mehreren (!) Monaten sehe ich, wie
- Abstände null eingehalten werden (Es handelt sich um einen Raum mit ca. 10-15 PCs ohne großartig Platz zwischen den Schreibtischen oder Abtrennungen), kuschelige Teamgespräche in 4er bis 6er Gruppen gehören zur Tagesordnung
- Masken werden nur teilweise getragen (natürlich auch bei den besagten Gruppentalks): In Bayern gilt meines Wissens nach überall eine FFP2 Pflicht, meinen Beobachtungen allerdings tragen nichtmal 50% solch eine; Viele tragen ihre auch nicht richtig. Ca. 1/4 - 1/5 tragen gar keine Maske.
- Vor allem die „Chefs“ tragen gar keine Maske (Es gibt zwei, drei Leute die so eine „Chefaustrahlung“ haben…)
Mich frustriert das sehr. Ich studiere an einer wirklich kleinen Uni (in meinem Jahrgang und Studiengang sind wir gerade mal um die 20 Menschen) und würde mal soweit gehen um zu behaupten, dass wir deutlich verantwortungsvoller damit umgehen würden. Aber diese Debatte will ich eigentlich hier auch garnicht eröffnen.
Meine Frage wäre: soll ich das der Zeitung / Polizei oder dem Unternehmen in einem Brief mitteilen, dass mir das auffällt? (Bei einer direkten Kontaktaufnahme mit dem Unternehmen hätte ich ein mulmiges Gefühl, da man direkt zuordnen könnte, wer in meinem Haus eine Sicht in ihrer Büroraum hat…)
Ich bin mir unsicher wie ich damit umgehen soll und freue mich über jegliches Feedback zu diesem Thema. =)
LG.
TilRq
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Ich finde es sehr gut, dass Du darüber nachdenkst, wie Du als Zeuge von solcher Verantwortungslosigkeit handeln solltest. Wir als Gesellschaft neigen schon seit langen, in falsch verstandener Toleranz oder aus Konfliktscheue über alles möglichen Regelbrecher hinwegzusehen. Das war schon vor der Pandemie so. Und das gilt jetzt erst recht.
Wenn die Politik so versagt wie gerade, ist es an uns, an jedem Einzelnen, Covidioten, Egoisten und Dummen klar und deutlich zu verstehen zu geben: „Was Du da machst, ist nicht in Ordnung!“ Egal, ob es der Maskenverweigerer in der U-Bahn ist oder die Teenager-Clique, die im Markt eng beieinander stehend die Bierflasche kreisen lassen.
Allerdings muss man dabei immer darauf achten, dass man sich nich selbst in eine unangenehme Situation manövriert. Du weißt nicht, wie jemand reagiert, der sich in eine Ecke gedrängt und bedroht fühlt. Und ein Brief unter Klarnamen an die Unternehmensleitung kann da schon ziemlich offiziell und bedrohlich wirken.
Eine persönliche (freundliche, nicht-aggressive) Ansprache eines der Chefs, wenn er/sie abends aus dem Büro kommt, könnte eher was bewirken.
Wenn nicht: Ich glaube, das Gewerbeaufsichtsamt und/oder das Gesundheitsamt wäre da zuständig. Die würde ich im nächsten Eskalationsschritt anrufen und mir dabei ausdrücklich Anonymität zusichern lassen. Wenn sie das nicht zusichern: Anonymer Brief an beide Ämter.
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Wie geht das eigentlich, dass es eine Testpflicht für Schüler*innen gibt, aber nicht für Mitarbeitende?
@odbb ich findes es sehr gut, dass Ihr Euch so für den Schutz der Mitarbeiter engagiert. Bei mir in der Firma sieht es mit den Schutzmaßnahmen ebenfalls sehr gut aus, so brauche ich z. B. eine Begründung und Genehmigung, wenn ich kein Homeoffice machen möchte.
Seit kurzem bietet die Firma bei uns auch Schnelltests an. Von daher wundert mich Dein Bericht etwas, dass das nicht gehen soll. Meine Firma ist da eigentlich ziemlich gründlich, auch was Datenschutz angeht.
Auch wenn Deine und meine Firma und auch noch andere Firmen sehr vorbildlich sind, gibt es doch auch eine ganze Menge an negativen Beispielen. Ich kenne z. B. jemanden der in der ersten Welle ins Homeoffice durfte, in der zweiten Welle dann aber erst ab Januar und auch nur Teilzeit. Es gibt halt leider Führungskräfte, die nicht so stark darin sind, die Selbstmotivation ihrer Mitarbeiter zu fördern, einen Kontrollzwang haben usw. Bei diesen funktioniert Homeoffice nicht.
Das entscheidende ist jedoch, bezogen auf die Pandemie, dass der R-Wert sich am effektivsten verringern lässt, wenn in allen Bereichen gleichmäßig die Kontakte reduziert werden. Wenn in manachen Bereichen auf Null gefahren wird, während andere Bereich offen sind, ist das deutlich weniger effektiv. Es gibt aktuell Firmen mit sehr effektiven Maßnahmen und manche mit sehr wenig Maßnahmen. Das heißt auch automatisch, dass die Firmen mit den wenigen Maßnahmen die anderen konterkarieren. Das finde ich das eigentlich schlimme daran. Würden sich alle Firmen so wie Deine an die Maßnahmen halten, könnten wir uns vermutlich privat mehr treffen, bzw. würden die Inzidenz drücken können.
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Ich verstehe deinen speziellen Aufhänger nicht ganz, glaube ich. Niemand hat bezweifelt, dass es viele Unternehmer:innen wie dich gibt, die sich an alle Bitten der Politik halten oder sogar darüber hinausgehen. Mit „Coronaparty im Büro“ ist offensichtlich nicht gemeint, dass jede Firma verantwortungslos handelt, sondern dass die Politik das grundsätzlich ermöglicht - während es in einer Schule undenkbar wäre. Und diese Kritik teilst du doch.
Und ja, wenn deine Mitarbeiter*innen nicht kontaktlos ins Einzelbüro kommen, sollten Sie natürlich nicht zur Erholung mal „ein paar Stunden ins Büro“ kommen. Ich würde auch gerne zur Erholug mal wieder ein paar Stunden in der Uni-Bib arbeiten. Ist leider seit 13 Monaten unmöglich, ohne Ausnahme.
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Von links das Klassenkampfgerede und von rechts die böse Großkonzern Lobby, dabei will man als rationale Mitte der Gesellschaft, dessen Rückrat die kleinen mittelständigen Firmen sind, doch einfach nur die offensichtlich notwendige Politik machen.
gute und schlechte Arbeitgeber, die Egoisten und die Altruisten, die rationalen und irrationalen, diese dichotomen Personalisierungen mögen die eigene Tugendhaftigkeit stützen, mehr als Verschleierung von systematischen Problemen kommt dabei allerdings nicht rum.
lol Klassenkampf ^^ nicht alles links deiner Position ist gleich Sozialismus, auch wenn die Leute eine rote Krawatte tragen.
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@odbb ich kann deinen Eindruck was den Umgang mit Corona bei großen Firmen angeht nur bestätigen.
Ich selbst arbeite für ein Unternehmen mit >100.000 Mitarbeitern in Deutschland. Das Thema Covid-19 wird bei uns mehr als ernst genommen. Seit März letzten Jahres heißt es, wenn möglich arbeitet von zu Hause aus. Für diejenigen denen dies nicht möglich ist, wurden ganz klare Regeln aufgestellt wie sich am Arbeitsplatz zu verhalten hat und unser Arbeitgeber unterstützt sehr bei einer individueller Lösungsfindung. Eine Maskenpflicht in den Büros wurde bereits im April 2020 angeordnet (inkl. kostenfreier Masken) und im Herbst nochmal verschärft, so dass sie nun bereits beim Betreten des Betriebsgeländes gilt, Community-Masken sind inzwischen nicht mehr erlaubt. Auch kostenlose Selbsttests werden bereits seit einigen Wochen angeboten.
Viele meiner Kollegen arbeiten seit März 2020 zu 100% mobil und haben das Büro seither nicht mehr betreten.
In anderen DAX-notierten Unternehmen mit welchen ich Kontakt habe, wird sehr ähnlich verfahren. Ich finde es daher sehr schade, dass mit Aussagen wie „die Wirtschaft und Industrie würde sich an nichts halten“ suggeriert wird, dass gerade die großen Unternehmen skrupellos kapitalistisch bzgl. der Pandemie agieren.
Meine persönliche Erfahrung ist eher umgekehrt. Oft sind es die kleineren Unternehmen bei welchen Mobilarbeit nur wenig genutzt werden darf, mal ist es die fehlende IT-Infrastruktur, mal das antiquierte Mindset der Geschäftsführung mit einer latenten Kontrollverlustsphobie. Wobei ich nicht verallgemeinern möchte, da hier evtl. das Außenbild auch nur von wenigen schwarzen Schafen geprägt wird.
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odbb
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Sorry, wenn ich mich mißverstänldich ausgedrückt habe: natürlich ist es möglich, Schnelltests anzubieten, nicht aber die Mitarbeiter zum Testen zu verpflichten. Und man darf wegen DSGVO auch nicht nach dem Ergebnis fragen.
Logisch wäre nach meinem Verständnis: die Firmen beschaffen die Tests für die MitarbeiterInnen, denen sie kein HO anbieten können, die Mitarbeiter müssen sich testen und das Testergebnis melden. Im Falle eines positiven Tests wird das Gesundheitsamt informiert und die reguläre Mühle mit PCR-Test, Quarantäne usw. läuft ab.
Woran ich mich stoße, sind verpflichtende Angebote - das finde ich einen Widerspruch in sich…
odbb
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Das entspricht dem, was auch ich erlebe.
Gestern habe ich tatsächlich das erste Mal mit einem Chef gesprochen, der nicht zuläßt, daß seine Führungskräfte im HO sind. Begründung „die schaffen dann nichts“. Mir ist die Sprache weggeblieben.
Das war tatsächlich eine kleine Firma.
Okay, ich glaube, das Problem ist dann einfach, dass du dich angesprochen fühlst, wenn du wirklich nicht gemeint bist. Wir schätzen dich wert. Gemeint sind Menschen, die das Testangebot nicht annehmen, die es ihren Mitarbeitern gar nicht erst machen, oder die ins Büro kommen, um „mal wieder die Kollegen zu treffen“ und nicht, weil sie halt die Akten nicht mitnehmen dürfen oder ihren Lebensunterhalt aus sonstigen Gründen nicht von zu Hause verdienen können. Ich sollte das wissen, denn gemeint sind Menschen wie zum Beispiel meine Kollegen + Chefin (in einem kleinen Betrieb) 
Elly
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Im Lockdown März 2020 war in meiner Firma ca. 50% im HO.
Jetzt keine außer einer MA (aus gesundheitlichen Gründen).
Ich habe die Vermutung, dass es eine starke Ost-West-Diskrepanz gibt: In meiner alten Heimat (Nordwest-Deutschland) höre ich im Familien- und Freundeskreis, dass Maske bei Verlassen des Arbeitsplatzes kein Thema ist, HO auch weit verbreitet.
Jetzt lebe ich in Thüringen. Ich bin gefühlt die einzige, die Maske trägt.
OBWOHL von der Firmenzentrale (Ba-Wü) die Anweisung zur Maskenpflicht seit Oktober gilt.
Kein Wunder, dass hier in der Region die Inzidenzen hoch sind.
Das hängt zum einen mit der Mentalität der „autonomen Gebirgsrepublik“ zusammen. Und auch damit, dass man sich von „denen da oben“ nichts sagen lässt.
In der Firma meiner Tochter (Azubi): Meetings mit acht Personen, nur zwei mit Maske, Abteilungsleiter sagt zu ihr, als sie in sein Büro kommt: „Hier brauchst du keine Maske zu tragen, wir sind ja unter uns.“
„Herr, schmeiß Hirn vom Himmel“ , denke ich mir da
TilRq
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Nach aktueller Rechtsprechung kann der Arbeitgeber auch einen Schnelltest anordnen:
Und die DSGVO verbietet auch nicht die „Verarbeitung“ des Testergebnisses.
Selbst wenn das noch nicht sehr rechtssicher ist, sollten Arbeitgeber den Mut aufbringen, darauf zu bestehen.
Verweigern Arbeitnehmer die Durchführung eines Schnelltests, kann ihnen der Zutritt zum Arbeitsplatz verweigert werden, sodass der Vergütungsanspruch entfällt.
Nur so nebenbei: Selbstverständlich kann der Arbeitgeber seine Mitarbeiter verpflichten, eine Maske zu tragen:
Ah, ja, das erklärt das Mißverständnis. Das ist auch bei uns so, dass die Tests angeboten werden, aber nicht verpflichtend sind. Anfangs wurden die Test etwas schleppend angenommen, doch inzwischen relativ gut. Es wurde auch bereits durch die Tests ein positiver, symptomfreier Mitarbeiter gefunden und damit potentiell Ansteckungen in der Firma verhindert. Warum die Tests nicht verpflichtend sind, weiß ich auch nicht, vor allem da sie in Schulen verpflichtend sind.
Muss man nach dem Ergebnis fragen? Der „Normalzustand“ sollte ja sein, dass jemand sich bei einem positivem Ergebnis selbst meldet. Oder anders gesagt, ist das ja die Unterstellung, dass jemand, obwohl der ein positives Testergebnis verschweigt, trotzdem ins Büro geht. Ja, bei Querdenkern kann ich mir das sogar vorstellen, aber das sollten ja trotzdem Ausnahmen sein.
Heißt als Fazit, dass die Vorgaben, sagen wir mal Optimierungsbedarf zeigen. Aber mit ihnen kann man trotzdem etwas beitragen und auf freiwilliger Basis scheint es bei uns recht gut zu funktionieren.
Das insgesamt auch noch als Bemerkung. Was in der Firma gelebt wird, wird auch ins private übertragen. Ich fand das z. B. echt interessant zu beobachten, dass ich in meinem Freundeskreis nach dem Studium recht relativ zuverlässig erkennen konnte, wenn jemand in einer größeren Firma angefangen hat. Die haben nämlich alle den Handlauf benutzt. Und das sehe ich jetzt auch nicht anders. Die Leute, die in der Firma dauernd Maske tragen und sich testen lassen, machen das in ihrem privaten Umfeld auch (wobei meine Beobachtungsgruppe recht klein ist). Deshalb sind aus meiner Sicht die Arbeitgeber auch so wichtig. Denn diese haben eine Vorbildfunktion. Mein Chef ist auch immer mein Vorbild, ob wir es wollen oder nicht und ob bewußt oder unbewußt.