Corona und Vitamin D

Leider vermisse ich einen wichtigen Punkt in eurer Aufklärungsarbeit rund um Corona. Und zwar ist das das Substituieren von Vitamin D, das der Mensch zwingend benötigt, um ein ausreichend starkes Immunsystem zu haben. Weil wir im Winter nicht ausreichend Sonnenlicht bekommen (die Sonne bildet Vitamin D auf der Haut) haben Corona-, Grippe- und Viren generell in dieser Zeit jährlich Saison.

In der letzten Folge (14.01.21) habt ihr daher den für mich falschen Schluss gezogen, dass beim ersten Lockdown die Leute sich mehr an die Maßnahmen gehalten haben, weshalb die Kurve im Frühjahr schnell abgeflacht ist und wir im Sommer uns wieder freier bewegen konnten. Aus meiner Sicht ist der Grund aber eher, dass die Viren-Saison (Winter) zu Ende ging und der Sommer kam, weshalb die Menschen wieder fitter und immunstärker waren. Möglicherweise hatten daher auch weniger Menschen Symptome, die dann auch nicht getestet wurden und die Zahlen entsprechend abflachten.

Unabhängig davon haben mittlerweile über 200 Wissenschaftler einen öffentlichen Brief unterzeichnet, der fordert, endlich Vitamin D zu Coronaprävention einzusetzen. Das ist günstig, massenhaft verfügbar und die meisten Menschen haben nachgewiesener Weise einen Mangel - wohl über 80% der Menschen weltweit. Mehr Informationen findet hier unter:

Es gibt bisher keine eindeutige Datenlage, die einen günstigen Effekt von Vitamin auf eine Coronavirusinfektion belegen könnte. Die bisher durchgeführten Studien zu diesem Thema konnten keine signifikanten Effekte nachweisen, die betreffenden Studien waren viel zu klein und weisen qualitative Mängel auf. Darüberhinaus ist bislang nicht geklärt, ob eine Vitamin D Substitution abseits eines nachgewiesenen Mangels nicht sogar schädlich ist!

Mfg,

Iris

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Also ich geh lieber bei Tageslicht an die frische Luft, vorzugsweise Natur / Naherholungsgebiete… find ich irgendwie besser, als ein Prohormon einzuwerfen :thinking:

Ergänzend zu Iris sei noch dieses Video von mailab empfohlen. Gerade bei Vitamin D klingt alles so schön einfach und nachvollziehbar, aber man sollte da echt vorsichtig sein und es auch nicht ohne ärztliche Rücksprache in Massen schlucken. Anders als bei z. B. Vitamin C (das man einfach auspinkelt) ist mit Vitamin D eine Überdosierung möglich!

Insgesamt kann das Thema ein Gateway zu wirklich harter Wissenschaftsleugnung und Verschwörungsideologie sein. Passt auf euch auf!

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Bringt Dir nur leider zwischen Herbst und Frühjahr nichts, weil der Sonnenstand dafür sorgt das die für die Vitamin D Bildung notwendige UV-B Strahlung von der Atmosphäre weitesgehend ausgefilter wird. Du musst also den Sommer nutzen um die körpereigenen Depots aufzufüllen. Allerdings darf man dann die gesundheitlichen Risiken von ausgiebigen Sonnenbädern natürlich auch nicht ganz aus den Augen verlieren. Hier gab es die letzten Jahrzehnte eine nicht grundlose Verhaltensänderung. Ach ja, wer natürlich sinnvollerweise Sonnenschutzcreme nutzt, schirmt sich natürlich erneut von den notwendigen aber auch schädlichen UV-B Stahlen ab und reduziert erneut die körpereigene Vitamin B Produktion.

Kurz gesagt, es gibt viele Gründe wieso das bei vielen Leuten mit „einfach MAL raus gehen“ eben nicht mehr abgedeckt wird.

Gruß
Kite

Ja das ist tatsächlich ein echtes Problem, der Weg vom Vitamin D Supplement zu MMC ist im Internet manchmal nicht all zu weit. :face_with_raised_eyebrow:

Ich mochte das Video von Mai zu dem Thema, es wirkte auf den ersten Blick recht ausgewogen. Allerdings sollte man die starke Kritik im Kommentarbereich nicht ganz ignorieren. Das Problem ist, je nach eigenem Bias kann dieses Video durchaus das Narrativ bestärken, das wäre wieder ein dummer Trend der nur irgend einer Industrie nutzt.

Und genau dieses Narrativ, kein Mensch der sich ausgewogen ernährt könne einen Mangel von irgendwas bekommen und Supplements sind nur Geldschneiderei, ist halt auch nur Geschwubel auf der anderen Seite. Der Normalbürger neigt leider gern zur radikalen Vereinfachung.

Aufgrund persönlicher Erfahrungen (und ich habe sehr sehr viele Jahre, eben auch aufgrund reisserischer Presseberichte, zu Fraktion „Supplementierung ist Quatsch“ gehört) halte ich das Thema Vitamin D Mangel in der Bevölkerung für zu wichtig das einfach mit „Trend“ ab zu tun.

Ich persönlich hatte 25 Jahre mit Neurodermitis zu kämpfen. Heute weiß ich, diese wurde durch einen Vitamin D Mangel ausgelöst. Seit ich D3 supplementiere (und zwar in Rücksprache mit dem Hausarzt in relativ großen Mengen) ist das einfach ganz und gar weg. Ich kenne einen ähnlichen Fall mit einem ganz anderen Krankheitsbild aus meinem direkten Umfeld.
Eben weil D3 gerade so stark mit dem Thema „Entzündungen“ zusammenhängt und weil entzündliche Prozesse, so weit ich das als Laie für mich mit genommen habe, im Körper für viele Schäden verantwortlich sind die langfristig die Gesundheit gefährden, sollte man das Thema auch nicht als Hype oder Trend ab tun.

Ich hätte mir auf jeden Fall mit einem super günstigen Supplement 25 Jahre Neurotermitishölle ersparen können.

Nachdem der Test bei Arzt allerdings so viel kostet wie die erste Packung Supplement, rate ich jedem dazu erstmal Fakten zu schaffen als irgend etwas auf Verdacht zu nehmen.

Gruß
Kite