Corona und mögliche Lösungen

Hallo meine Herren,

vorab, die Lage ist wunderbar und dafür mich ich mich bei Ihnen und das Team bedanken.
Nun zur aktuellen Sendung und Moderationen die ich so nicht verstehen kann und Sie bitte mir näherzubringen.

Sendung : 16.10.2020
Thema: Corona Maßnahmen „Focus protection“

Sie haben auf die Frage der „Focus protection“, warum die Politik nicht die Menschen schützt die am meisten gefährdet sind (nicht nur alte, sondern auch Kranke). Sie haben so oder so ähnlich argumentiert: Nein, das geht nicht und als Grund haben Sie angegeben, dass es ja eine moralisch, humane, ethische, physische, kosten intensive Bedenken gibt und vor allem, es seien viele. Außerdem gäbe es noch die Risiko-Gruppe usw.

Ich bin verwirrt. Das sind keiner guten Argumentationen und es macht den anscheinend, dass es nur eine Lösung gibt.

Es geht sehr wohl, und das ist eine mögliche weg die Pandemie im Griff zu bekommen. Letztendlich wird es darauf hinauslaufen, wenn langfristig keine Impfung gibt.

  1. Die gesamte Bevölkerung unter Quarantäne zu stellen ist kosten intensiver, hat gleiche physische Belastung und es sind wohl mehr Menschen in ihrem Leben beschnitten.

Also, ich finde Ihr Argumentation sehr mager. Überhaupt nicht darüber nachzudenken finde ich überhaupt nicht im Sinne von Ihr Sendung, unserer Meinungsfreiheit und nicht demokratisch.

Vielen Dank für Ihre Zeit und

Beste Grüße
A.P

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Diese Argumentation ist aber auch nicht wesentlich stichhaltiger.
Gibt es denn Quellen und Studien, die Ihre Punkt unterstützen?

Wie wäre so eine Focus Protection denn umsetzbar und denkbar?
Würde mich auch interessieren, denn wenn es umsetzbar wäre, hätte das ja durchaus Charme.

Ein (in meinem Augen nicht wirklich wirksam umsetzbarer) alleinige Schutz der „Alten und Kranken“ läuft faktisch auf eine unerträgliche Vereinsamung hinaus (schon im Lockdown haben sich wirklich erschütternde Dinge abgespielt). Dies wäre zumindest mit meinem moralisch-ethischen Maßstäben nicht vereinbar. Nein, die Belastung durch Corona muss über die komplette Bevölkerung gleichmäßig verteilt werden. Gerade die „Jungen und Starken“ müssen sich mal endlich mal wieder an das Konzept von „Verzicht“, „Rücksichtnahme“ und „Einordnung“ gewöhnen

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Ich denke auch, dass eine Fokussierung auf bestimmte Gruppen eine endlose Debatte über Diskriminierung entfachen könnte. Nicht für jede Gruppe an Menschen, die man mit dem gesunden Menschenverstand zunächst als besonders schützendswert ansehen würde, gibt es Studien oder passende Statistik um Sondermasnahmen zu rechtfertigen.
Ich bin ebenso der Meinung, dass wir nur durch Zusammenhalt und einheitlich akzeptierte und durchgeführte Maßnahmen gegen die Pandemie ankommen.

Hallo zusammen,

ich finde es vom Grund her völlig richtig, dass die Gesellschaft in Ihrem Handeln umdenken sollte, nicht nur im Bezug auf Corona (Stichwort: Großveranstaltungen, Reisewahn, Corona-Partys) sondern auch bei anderen Themen, die leider durch Corona gefühlt völlig unter den Tisch fallen (Stichwort: Umweltschutz). Des Weiteren wird es auch unvermeidbar sein, dass Berufe und Lebensmodelle sich neu orientieren müssen (Stichwort: GastwirtInnen, Solo-Selbstständige), so bitter das für den einzelnen ist. Auf der anderen Seite sehe ich die momentanen Einschränkungen an der Grenze des Zumutbaren (Stichwort: Recht auf Bildung, Reisefreiheit, Treffen von Angehörigen) und die Verhältnismäßigkeit für aktuelle Maßnahmen mehr als diskutabel (Stichwort: Beherbergungsverbot, Sperrstunde).

Daher Frage ich mich:
Wieso fokussieren wir uns nicht auf die eigentliche Lösung des Problems (Stichwort: Virus-Bekämpfung) sondern rein auf die Schadensbegrenzung (Stichwort: Verbreitung des Virus verhindern). Und warum versuchen wir die Schadensbegrenzung primär durch veränderte, einschränkende Verhaltensmuster zu erreichen (Stichwort: Kontaktverbot, Social Distancing).

Meiner Meinung nach ist es nicht unsere Stärke, durch veränderte Verhaltensmuster Probleme zu lösen. Vielmehr sind wir (Menschen) Meister darin, Werkzeuge zu erschaffen, die es uns ermöglichen mit dem Problem weiter zu leben oder das Problem zu beheben OHNE uns in irgendeiner Weise signifikant einzuschränken (Stichwort: Technologie).

Von daher sollte der Diskurs vielmehr in die Richtung gehen, welche Werkzeuge bereits zur Verfügung stehen, die nachweislich helfen den Virus zu töten. Dies kann zum einen direkt im menschlichen Körper geschehen (Stichwort: Impfstoff) zum anderen in der Luft (Stichwort: Luftfilter) oder auf Oberflächen (Stichwort: Desinfektionsmittel). Das am Impfstoff gearbeitet wird, wissen wir. Aber warum wird nicht vermehrt darauf gedrängt die Viren in der Luft zu bekämpfen? Und warum werden nicht genauso wie bei der Warn-App, gezielt Unternehmen beauftragt alles stehen und liegen zu lassen (durch entsprechende finanzielle Anreize) um genau solche Technologien weiter zu entwickeln, die den Virus abtöten? Und damit meine ich nicht die stationären Lüfter, die erst nach zwei Jahren Baugenehmigung installiert werden (siehe Diskussion Corona-Maßnahmen - Lüften). Nein, vielmehr brauchen wir mobile Endgeräte, die wir auf jeden Esstisch stellen und in jeder U-Bahn oder Auto mitnehmen können. Interessant hierzu sind z.B. UV-Filter die schon Jahrelang für die Wasseraufbereitung existieren und nun für Luftfilter umkonzipiert wurden:

siehe hier

Natürlich liegt auch hier wieder der Teufel im Detail (Stichwort: Wellenlänge) und ich habe so ein Teil auch noch nicht ausprobieren können. Aber ich finde genau solche Ideen schlummern in vielen Schubladen rum und sollten von der Politik konkret eingebunden und konkret finanziell unterstützt werden.

Ich bin gespannt zu hören, ob jemand von euch mehr zu den UV-Filtern weiß oder zu anderen Technologien, die Viren (nicht nur Corona-Viren) in der Luft bekämpfen (und nicht nur am Verbreiten hindern) und zu welchem Preis und natürlich über eure Meinung dazu:-)

Und das der Impfstoff nicht die Lösung sein wird wissen wir. Denn wir wissen auch, dass Corona nicht der letzte Virus sein wird. Wir brauchen also etwas, was ALLE Viren töten und am besten bevor es den Menschen erreicht (und natürlich ohne den Menschen zu töten).

In diesem Sinne!
VG Simon

Gestern Abend (Dienstag) würde eine sehr schöne Folge des Podcasts „Der Tag“ vom Deutschlandfunk zu dieser Problematik veröffentlicht. Zusammengefasst wird dort für gegenseitiges Verständnis geworben.
Für jeden entstehen starke Einschränkungen nicht nur des eingespielten Alltages, sondern eben auch der Perspektiven und Zukunftsplanung. Das ist sehr schwer gegeneinander aufzuwiegen. Wenn nicht unmöglich.
Also @junge Generation: Aussagen wie „wir schränken uns nur wegen weniger Risikopatienten ein“ sind genau so unangebracht wie einseitige Schuldzuschreibungen von @risikogruppen an eine spezielle Gruppe.
Wir müssen dort gemeinsam durch, mit der Komplexität einer neuen (hoffentlich kurzen) Realität klar kommen und bitte immer dran denken: Diejenigen die am stärksten leiden sind die Schwächsten der Gesellschaft (/Welt) und möchten wir wirklich in die andere Richtung Rückschritte machen?

Frage mich manchmal warum man nicht jedem, der einer Risikogruppe angehört, ein paar FFP3-Masken, die den Träger relativ sicher vor Viren schützen, spendiert. Und alle anderen von der Maskenpflicht befreit. Zu naiv?

Hallo und entschuldigt meine späte Antwort. Viel Zutun momentan.

Vielen Dank euch erstmal. Thomas, natürlich gibt es keine wissenschaftlichen Studien. In der Vergangenheit hat die Menschheit sowohl bei Spanische Grippe als auch in der Pest Epidemie weder die heutigen technologischen Möglichkeiten gehabt, noch das Medizinische wissen.

Herr TRq, ich kann Sie sehr gut verstehen! Und bitte glauben Sie mir, keines Wegs macht unserer Gesellschaft den Anschein Menschen im stich zu lassen. Meine Meinung nach. Sie Sehen sicher wie ich, dass die Mehrheit bemüht ist alle Maßnahmen umzusetzen.

Was aber ganz klar adressiert werden muss, es gibt nicht nur eine mögliche Lösung und es nicht sicher, dass wir überhaupt kurzfristig einer wirksamer Impfstoff bekommen. Je länger die Maßnahmen andauern, desto schwieriger wird die Umsetzung der Maßnahmen. Unter Einhaltung von Grund und Menschenrechte.

Deshalb werden wir irgendwann darüber nachdenken werden, und alle Fragen und gegen Thesen betrachten müssen. Das Leben als solches kennt keiner Fairness und auch keinen Moralisch-ethischen Maßstäben. Bitte verstehen Sie mich nicht falsch, ich bin absolut dafür wie aktuell die Maßnahmen von allen Bundesbürger getragen werden. Es erfüllt mit Stolz wie alle dazu beitragen, dass wir als Gesellschaft funktionieren. Bis auf paar wenige, die immer da sein werden. Allerdings ist meine Sorge, dass die Gesellschaft von extremistischen Kräften zerrissen wird, je länger die Maßnahmen und Bestrafungen andauern um vielfaches größer.

Ich bin 48 Jahre alt und habe leider die Erfahrung gemacht, wie einer Gesellschaft von heute auf morgen die Nachbarn, freunde, Vätern, Müttern, Söhne verschlingt. Unserer Demokratie ist großartig! Aber auch sehr zerbrechlich. Es ist stark abhängig von dem, was wir sind und das was wir ökonomischen umsetzen.

Die Bundesregierung muss wieder die Parlamentarier miteinbeziehen und wir müssen uns in Freundschaft und Fürsorge um unserer Gesellschaft alle Wege mit Vernunft betrachten! Dies sind sehr schwierige Zeiten für uns alle. Wünsche uns alle viel Kraft, die Fähigkeit zuzuhören und nicht auszugrenzen.

Beste Grüße
A.P