Olaf.K
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Das ist der springende Punkt.
Bei uns hier lag Pandemiebekämpfung bei einer Behörde und nicht bei den Politikern.
Diese Behörde hat dann am Ende der Pandemie auch selbst Studien zur Auswertung ihres agierens an die Universitäten vergeben.
Eben mit dem Ziel beim nächsten Mal besser agieren zu können.
In Deutschland haben viele Politiker Pandemiebekämpfung betrieben. Das Ergebnis interessiert aber nur mäßig, da bei der nächsten Pandemie andere Politiker am Ruder stehen die ganz andere Maßstäbe und Ziele verfolgen.
Von daher ist auch nur mäßiges Interesse an einer sachlichen Aufarbeitung.
Die während der Pandemie verantwortlichen Politiker sind inzwischen fast alle weg.
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Viel spannender als eine Aufarbeitung der Vergangenheit fände ich eine Auseinandersetzung mit der Gegenwart und Zukunft. Nachdem das viel geforderte „mit dem Virus leben lernen“ nun von allen Seiten als „so tun als ob es das Virus nicht gäbe“ interpretiert wird, werden nun auch die Opfer im Regen stehen gelassen. Für die geschätzt 1 Mio. Long Covid Betroffenen in DE ist es fast unmöglich, ärztliche Hilfe oder auch nur eine Diagnose zu bekommen. Lauterbach hatte erst 100 Mio. für die LC-Forschung angekündigt. Das ist aber nun passé, wegen „knapper Haushaltslage“. Der Bund gibt die Kohle lieber für irgendwelche blöden Innenstadt-Autobahnen aus.
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Das ist in dieser Absolutheit nicht korrekt.
Es wird weiterhin darüber gestritten, in welchen Fällen tatsächlich „long covid“ vorliegt. Es wird nicht bestritten, dass es existiert, sehr wohl aber, dass es eine extrem auffällige statistische Häufung von „Long Covid“-Fällen in Deutschland gibt.
Die hälfte aller Long Covid-Fälle weltweit wurden in Deutschland gemeldet, obwohl in Deutschland unter 2% aller weltweiten Impfungen vorgenommen wurden. Wenn 2% der weltweit geimpften 50% der Long Covid-Fälle melden, muss man jedenfalls Zweifel anmelden, ob hier wirklich „Long Covid“ die Ursache ist. Und diese Zweifel zu klären dauert seine Zeit.
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Hä? Echtes Long Covid ist eine Folge von Covid, nicht von der Impfung. Die Impfung senkt vermutlich sogar das Risiko.
Das mit den weltweit 50% der Fälle ist der Impfschaden-Hoax der Dachschaden-Community. Im Gegensatz dazu ist Long Covid real.
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In dem Artikel, den Du verlinkt hast, geht es um Impf-Nebenwirkungen. Mir geht es um Langzeitfolgen der Krankheit, NICHT der Impfung. Laut dem Artikel, den ich verlinkt habe, gibt es ca. 65 Mio. Long Covid Betroffene weltweit, davon ca. 1 Mio. in Deutschland.
Okay, der Artikel des Fokus bringt die Dinge tatsächlich etwas durcheinander, da es dort um Long-Covid-Symptome nach Impfung geht, du aber allgemein über Long Covid-Symptome (unabhängig von der Impfung) sprichst. Mein Fehler.
Hmm, der richtige Umgang mit Long Covid ist auch nicht ganz einfach. Mehr Geld für Forschung macht in jedem Fall Sinn, daher schließe ich mich deiner Kritik an, dass die Reduzierung der Gelder für die Long-Covid-Forschung problematisch ist. Das Problem, dass das Immunsystem sich von einer schweren Erkrankung nicht richtig erholt, ist ja durchaus älter als Covid, wurde in all den Grippewellen der letzten Jahre aber leider kaum beachtet. So gesehen ist die erhöhte Aufmerksamkeit für diese Problematik durch Long Covid natürlich willkommen.
Lauterbach heute in der BPK:
„Es wird ohne Ende derzeit absehbar immer wieder COVID-Infektionen geben. Und da die Infizierten und Geimpften und schonmal Erkrankten sich wieder infizieren können, wird auch Long Covid mit uns sein, es wird viel mehr. Sagen wir mal, die Zukunft von Long Covid, hat leider erst begonnen“
Ich find es faszinierend, wie dieses Thema von Medien, Gesellschaft und der Politik im Allgemeinen einfach komplett wegignoriert wird.
(ab 55:45) Longcovid-Programm mit Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) | BPK 12. Juli 2023 - YouTube
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lu279
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Bevölkerungsdichte ist doch irrelevant. Die Menschen verteilen sich ja nicht gleichmäßig auf das Land. Schweden und Finnland sind „dünn“ besiedelt, weil alle im Süden wohnen. Das is so wie, wenn wir Grönland an Deutschland anschließen würden und dann sagen, Deustchland ist dünn besiedelt. Offensichticher Unfug.
Wenn dann, müsste man Kopenhagen und Helsinki vergleichen. Oder man lässt die Vergleiche, weil sinnlos. Belgien hatte strengere Maßnahmen, aber noch mehr Tote pro Einwohnern. Das Geschehen war einfach viel zu random, als dass man sagen könnte, Deutschland hätte bei den oder den Maßnahmen so oder soviel weniger Tote. Alles Glaskugelleserei.
Beobachtbar war, dass England etwa 1 Jahr früher viel viel lockerer wurde und ähnlich gut durch die dritte, vierte und (ich rate jetzt mal) mittlerweile 17. Welle kam.
Demnach kann man durchaus (man mus nicht!) argumentieren, dass unser Freiheitsverlust nicht durch die vermeintlichen Rettungen gerechtfertigt wurde. Wenn man viel nicht weiß, kann man viel argumentieren und befinden …
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„Für die jetzigen Kürzungen müssen auch Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und Finanzminister Christian Lindner (FDP) geradestehen. Letzterer müsste um die volkswirtschaftlichen Schäden von Long Covid wissen, die entstehen, wenn Millionen von Menschen temporär oder dauerhaft nicht arbeiten können und stattdessen behandelt werden müssen. Die Universität Frankfurt bezifferte die Schäden für das Jahr 2021 auf 5,7 Milliarden Euro. Und das ist das untere Ende der Schätzungen: Der Harvard-Ökonom David Cutler beziffert die Kosten von Long Covid für die USA auf bis zu auf 2,6 Billionen Dollar – auf Deutschland heruntergebrochen macht das immer noch einen dreistelligen Milliardenbetrag.“
https://www.zeit.de/gesundheit/2023-07/long-covid-erkrankung-forschung-gelder-sparen