Das Problem ist, dass diese Debatte grundsätzlich unterkomplex und anhand der schlichten Dichotomie Infektionsschutz vs. psychische Belastung diskutiert wird. Das greift viel zu kurz. Julian Schmitz hat z.B. darauf verwiesen, dass es auch in Schweden einen starken Anstieg der psychischen Belastungen unter Kindern und Jugendlichen gab, und dass - anders als es in den einseitig erhobenen Forderungen nach „Aufarbeitung“ häufig anklingt - es eben nicht nur die geschlossenen Schulen waren, die für die psychologischen Folgen verantwortlich zu machen sind. Das Problem ist komplexer und greift viel tiefer.

Der Diskurs wird aus meiner Sicht oft sehr polarisiert geführt: Zum Beispiel über die Frage, ob Schule offen oder geschlossen bleiben müssen. Die einen sagten, die Schulen müssen geschlossen werden, um Kinder vor Infektionen zu schützen. Obwohl wir wissen, dass das psychologisch große Belastungen für Familien mit sich bringt. Aber die Schulen aufzumachen und die Infektionen durchlaufen zu lassen, belastet eben auch viele Familien. Dazu gibt es inzwischen auch gute Forschungsergebnisse. Sie zeigen eindeutig: Lockdowns und Schulschließungen sind psychologisch belastend – aber eine starke Infektionswelle ist es eben auch. Es gibt ebenfalls Daten aus Schweden, die zeigen, dass bei Kindern und Jugendlichen auch dort die Zahl der Selbstverletzungen zugenommen hat, ein Anzeichen für psychische Belastung. Obwohl es in Schweden fast keine Infektionsschutzmaßnahmen für Kinder gab.

In Schweden wurde zu Beginn der Pandemie in einer Studie auch erfasst, wie viele Sorgen sich Kinder um Corona oder eine Corona-Infektion machten. In den Daten konnte man sehen, dass auch schwedische Kinder die Pandemie nicht kaltgelassen hat. Obwohl man in Schweden ja anders kommuniziert hat als in Deutschland. Das zeigt, dass eine Pandemie an sich psychischen Stress macht. Wenn Menschen in Familien krank werden, wenn Lehrkräfte krank werden, wenn Kinder krank werden, destabilisiert das die psychische Gesundheit. Es sind ja auch Großeltern oder Eltern gestorben. Zu sagen, der psychische Stress der Kinder liegt nur an Infektionsschutzmaßnahmen, greift einfach zu kurz.

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Zwei Wochen vor der Geburt meiner Tochter im Jahr 2021 hatte meine Mutter einen Herzanfall und lag im Koma. Sie war auf dem Weg der Besserung. Dann traten Komplikationen auf!

Es war kein Intensivbett frei!

Meine Tochter hat ihre Oma niemals kennengelernt!

Lass Dir gesagt sein:
Freiheit KOSTET etwas!!!
Für Freiheit zahlt man einen Preis!!!

Und es ist sehr, SEHR leicht von der großen Freiheit zu sprechen, wenn man diesen Preis dafür nicht selbst bezahlen muss!!!
(Wenn man das dann auch noch von anderen erwartet, ist das schon ziemlich vermessen)
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Wir können da aber auch gerne mathematisch rangehen:

bestenfalls 10.000 Tote

Schweden und Finnland sind von der Bevölkerungsdichte vergleichbar. Zwischen 2200 Toten und 1100 Toten pro eine Million Einwohner liegt der Faktor 2,2
In Deutschland lagen wir mit Maßnahmen bei 2700 Toten pro 1 Mio Einwohner. Im Ergebnis also 5940 Tote pro pro 1 Mio Einwohner. Differenz: 3240!

Wir haben ca 84 Millionen Einwohner. Wir reden also von über 270.000 Toten.

Zweihundertsiebzigtausend zusätzliche Tote!

Wir hier in Wiesbaden haben knapp 275.000 Einwohner! Du wärst also bereit eine komplette Großstadt über die Klinge springen zu lassen für etwas mehr „Freiheit“. Dafür dass Du nicht darunter leiden muss, Dir ein bisschen Stoff vors Gesicht zu binden und mal auf ein paar Restaurantbesuche zu verzichten?

Sorry… Wenn ich solche Kommentare lese, könnte ich im Strahl kotzen!
(darf ich meine Tochter eigentlich auch zu den „Verlierer-Kindern“ dazuzählen?)

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Dass was du da zitierst ist die grobe Darstellung.

Dass was ich meine sind die Schulschließungen auch in dennunteren Stufen wenn das Virus einen Weg rein gefunden hatte.

Der hauptsächlichste Unterschied ist eigentlich dass hier vieles lokal entschieden wurde und nicht von Stockholm aus für das ganze Land einheitlich.

Stockholm (in Gestalt von Tegnell) hat nur Vorgaben geliefert. Also zum Beispiel Abstands und Minderungsregeln.
So gab es z.B. Schulkantinen die gestaffelt durchgelaufen sind, weil sie es so organisieren konnten, während andere Schulen die Essenausgabe aufteilen mussten und ein Teil der Schüler in der Turnhalle oder freien Klassenräumen essen mussten.

Außerdem ging es eher um die Darstellung dass der schwedische Sonderweg eben nicht ohne Maßnahmen (z.T. ebenfalls sehr drastische) ausgekommen ist wie in Deutschland üblicherweise dargestellt.

Du beziehst Dich vermutlich auf Schule und psychische Belastung der Kids…

Hmmm… Was wären dann die ganzen Kinder die durch die Pandemie ohne Eltern aufwachsen?
„Gewinner“???

Und nein, das Problem waren niemals Corona-Maßnahmen.
Das Problem ist…

  • …dass wir unser Bildungssystem kaputtgespart haben
  • …dass Kinderbetreuung immer am Anschlag gelaufen ist
  • …dass Wirtschaftspolitik immer Vorrang hat
  • …dass Digitalisierung verschlafen wurde. In der Wirtschaft, bei Behörden (von Schulen braucht man gar nicht erst anzufangen)

In Dänemark hat jedes Schulkind einen Laptop. JEDES! Und das nicht erst seit Corona!
In Deutschland kann man froh sein, wenn man mit den Schulen nicht noch per Fax kommunizieren muss…

Die Resilienz geht gegen Null!

Und das schlimmste: An alldem hat sich absolut NICHTS geändert!

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Immer dann, wenn man über das Leben der anderen entscheidet und nicht die eigenen Konsequenzen!

Genau das gleiche Thema haben wir übrigens gerade mit der Ukraine-Krise.
Es gibt hier Leute, die meinen man müsse den Krieg beenden, um Leben zu retten, auch wenn das Freiheit kostet!

Der Unterschied: Hier entscheidet sich die Ukraine SELBST, Leben für Freiheit zu opfern!
DAS ist legitim!

Wenn DU bereit bist in DEINER Familie Menschen zu opfern, dann kannst Du es Dir herausnehmen über Freiheitsrechte zu reden!

Und nochmal: Wir reden nicht über Pressefreiheit, über Meinungsfreiheit, davon dass Menschen eingesperrt oder gefoltert wurden…

Wir reden davon, ein Stück Stoff im Gesicht zu tragen, mal aufs Spazierengehen zu verzichten, mal nicht essen zu gehen, oder im Wald statt im Park Joggen zu gehen…

Und hey, ich bin Single-Dad… Ich weiß verdammt gut, wie beschi**en das ist, wenn die Kita zu hat. Die Corona-Jahre waren ECHT hart.
Aber siehe oben: Was würde ich darum geben, wenn meine Tochter ihre Oma noch kennengelernt hätte! Mein Sohn (Jahrgang 2019) kann sich zumindest noch dunkel an sie erinnern… :frowning:

Und ja, sowas hat psychische Folgen? Aber was ist das gegen ein Kind das OHNE Eltern aufwachsen muss?

Was ist ein Menschenleben wert?

Willst Du anfangen gegenzurechnen? 100 Schüler mit Lernproblemen <=> 1 Waisenkind?

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Die Studie, die in dem von @otzenpunk zitieren Artikel behandelt wird, fasst das Dilemma doch eigentlich ganz gut zusammen:

„Auch für mögliche Pandemien in der Zukunft gibt die Studie Hinweise. So könne man keine Empfehlung für bestimmte Maßnahmen geben, nur weil diese eine hohe Wirksamkeit habe - etwa „wenn wie im Fall von Schulschließungen die negativen Folgen stark sind“, so Studienautor Sandkamp. Auch die Entscheidung, welche Maßnahmen zuerst einzuführen seien, hänge nicht nur von der Wirksamkeit ab - sondern auch von den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Folgen, die mit der Maßnahme einhergehen. „Maßnahmen, die effektiv sind und gleichzeitig verhältnismäßig geringe Verwerfungen mit sich bringen, sollten zuerst implementiert werden - etwa Informationskampagnen, Tests, Kontaktnachverfolgung und das Tragen einer medizinischen Maske“, so Sandkamp.“

Demut, alles klar. Aus der Rückschau kann man natürlich leicht den Besserwisser/Gerneralkritiker spielen. Ja, einzelne Maßnahmen hätte man bleiben lassen können weil nicht hilfreich, einige Verordnungen waren unverhältnismäßig. In einer buchstäblich globalen Ausnahmesituation haben Menschen auch Fehler gemacht, welch Überraschung. Fehler zu benennen, um in der Zukunft daraus zu lernen, ist nichts schlechtes.
Aber zu sagen, man hätte mehr Freiheiten erhalten müssen, auch wenn dadurch mehr Menschen gestorben wären, lässt schon tief blicken.

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Ich habe kein Problem damit, wenn Menschen zugeben dass Fehler gemacht wurden. Denn Fehler können passieren. Womit ich aber ein Problem habe ist, wenn Menschen wider besseren Wissens suggerieren alles sei halb so schlimm und eigentlich gar kein Thema gewesen.

Man kann problemlos sagen, „ja mei, schöne scheiße. Vielleicht wäre es tatsächlich besser gewesen weniger polemisch zu sein und mehr der anderen Seite zuzuhören. Aber wir haben halt geglaubt auf der richtigen Seite zu stehen. Lasst uns nächstes Mal besser und fairer miteinander umgehen.“.

Überraschenderweise habe ich das bisher noch nie von jemandem gehört. Bestenfalls gab es ein neutrales „Es wurden Fehler gemacht.“, dass die eigene Verantwortung weitgehend negiert.

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@Dave ich kann mir deinen Schmerz und deine Trauer vorstellen. Wie ich oben schrieb habe ich auch jemanden in der Pandemie verloren. Und das war auch für meinen Sohn bitter, da er zum Zeitpunkt der Diagnose gerade begann eine Verbindung mit der Person aufzubauen.

Niemand weiß, ob das hätte verhindert werden können, wenn er schneller zum Onkologen hätte gehen können. Leider ging das im Frühjahr 2020 aus bekannten Gründen nicht und so verstarb er nur wenige Monate später.

Wenn wir ehrlich sind, hätte das aber auch jederzeit sonst passieren können und passiert in etlichen Familien täglich und daher sehe ich eine solche Emotionalisierung als wenig hilfreich an. Lass uns das gerne besprechen, dann aber per PN. Denn einer rational geführten Diskussion tun Emotionen selten gut.

Was die Schulen angeht, hast du recht. Das eigentliche Problem ist das dysfunktionale Bildungssystem. Aber das ändert doch nichts daran. Die Maßnahmen in der Bildung haben die Lage massiv verschärft. Ich kann doch nicht sagen, die Maßnahmen hätten mit der Misere nichts zu tun, weil Deutschland ein besseres Bildungssystem haben könnte wenn es nur wollte. Ich muss doch die Lage daran bewerten, wie sie sich zu Zeitpunkt t0 zeigt und nicht so wie sie im Idealfall sein könnte.

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@pitus investiert du bei anderen Themen, wo die Belange der Kinder in Deutschland nicht wichtig genug genommen werden, auch soviel Zeit? Die Pandemie ist vorbei, die Argumente sind ausgetauscht und die meisten bleiben ohnehin bei ihrer Meinung.

Gibt doch genügend andere Maßnahmen mit denen wir auf die Belange der Kinder eingehen könnten, wie z.B. kindgerechte Städte oder bessere Bildungsangebote.

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Ja das Thema „Deutschlands Umgang mit jungen Menschen“ ist mir sehr wichtig. Ich habe sehr den Eindruck, dass wir die Belange von Senioren wesentlich über die von jungen Menschen stellen. Man betrachte zum Beispiel wie wir Jahr für Jahr problemlos die Rente erhöhen und es hingegen ein K(r)Kampf ist das Bafög um wenige Euro anzupassen oder Schulen in einem Zustand zu halten, bei dem man sich nicht ekelt. Oder wie wir es nicht gebacken bekommen Menschen ab 70 regelmäßig zur Fahrtauglichkeitsuntersuchung zu bestellen, Straßen aber nicht zur Fahrradstraße machen können.

Aber ich verstehe deine Frage als rhetorischen Kniff. Im Grunde versuchst du damit, ebenso wie viele andere, eine Aufarbeitung zu blockieren. Schmerzt es so sehr zuzugeben, dass vielleicht nicht alle Maßnahmenkritik unangemessen war und viele Deutsche Populisten auf den Leim gegangen sind? Warum?

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Weil die Populisten das genüsslich ausschlachten würden?
Es gibt keiner zu, aber natürlich treibt die AFD unsere Politiker vor sich her. Und wenn die sich (und mit ihr Bild und Welt) in ein Thema verbeißt, ist das so verbrannt, dass eine sachliche Diskussion darüber nicht mehr möglich ist.
Und wie man an Habecks Heizungs-Hammer (kurz HaHaHa) sieht, muss es nicht mal die AFD sein. Wie soll man ernsthaft diskutieren, wenn Kritiker nur darauf warten, dass ein passender Satz fällt, der dann aus dem Kontext gerissen und publiziert werden kann?

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Das ist ein interessanter Aspekt, der aber vielleicht besser in einen anderen Thread gehört. Im Prinzip wünschen sich doch wieder mehr Menschen, dass Politik eine Fehlerkultur lebt und Verantwortung für Fehler übernimmt. Und gerade dadurch, dass sie das nicht macht, steigt der Politikverdruss und die AfD wird stärker.

Nun sagst du, würde sie das machen, dann schlachtet die AfD das aus und werde stärker. Scheint so als könne man dann nur verlieren.

Wenn ich mich selbst beobachte, dann muss ich aber eher sagen, dass ich Menschen wertschätze, die Fehler einräumen (das ist für mich an Habeck auch der stärkste Charakterzug). Menschen, die offensichtliche Fehler schönreden, wie es auch hier im Thread passiert, kann ich dagegen schwer nachvollziehen und verliere in sie Vertrauen.

Daher auch mein Plädoyer für Demut und Anerkennung der eigenen Fehler in der Debattenkultur 2020-2022.

Der ist gut. Den merk ich mir. :joy:

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Meine Sorge ist eher, dass man aus der Pandemie wenig bis nichts für die nächste gelernt hat. Wenn man keine ehrliche Aufarbeitung der Maßnahmen durchführt, ehrlich über die Pros und Kontras heute diskutiert, ehe die nächste Krise ansteht, wird man dann wieder in heller Aufregung dieselben oder die nächsten Fehler machen.

Das soll gar keine Kritik an den vergangen Maßnahmen sein. Die waren in ganz großen Teilen aus der Not geboren (auch wenn es Pläne auf dem Papier gab, aber wir wissen alle dass die immer einmal durch die Realität geprüft werden müssen).

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Die nächste Pandemie wird ein Desaster werden. Der „war doch alles nicht so schlimm und die Maßnahmen übertrieben“ Duktus von BILD, Verschwörungsmystikern und FDP hat sich doch auf voller Breite durchgesetzt. Niemand kann wirklich etwas benennen, was übertrieben war, außer ein paar wirklichen Einzelvorfällen in einzelnen Bundesländern, die meist nach wenigen Tagen wieder aufgelockert wurden, wie alleine kein Buch im Park lesen. Aber alle sind sich einig, dass alles mehr oder weniger unnötig war, und die Kinder!!! Und natürlich hat niemand LongCovid, sondern das sind alles Impfschäden, selbst wenn der Impfpass gefälscht ist.

Wer auch immer in der Regierung sitzt, wenn die nächste Pandemie kommt, wird EIGENVERANTWORTUNG sagen und sich weitgehend aus der Verantwortung zurückziehen.

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Ich denke wir haben hier einen ganzen Thread, der deine Aussage fragwürdig erscheinen lässt. Hier sind durchaus kritikwürdige Maßnahmen angesprochen wurden.

Vielleicht solltest du lesen was deine Mitmenschen hier schreiben, bevor du eine Breitsalve a la

ablässt?

Ich hab den Thread vorher komplett gelesen, und jetzt nochmal überflogen, aber abgesehen davon, dass gefühlt die Hälfte der Beiträge von dir stammt, hab ich hier nichts relevantes über „kritikwürdige Maßnahmen“ gefunden.

Daher habe ich meinem Beitrag weder etwas hinzuzufügen noch zu relativieren. Die Koalition aus BILD, Verschwörungsmystikern und FDP hat sich in der öffentlichen Bewertung mehr oder weniger unangefochten durchgesetzt, und im Falle einer neuen Pandemie werden wir als Gesellschaft dafür bezahlen.

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Das fasst ziemlich genau auch meine Einstellung zusammen. Die Menschen wollen einfach nichts mehr von der Pandemie wissen und damit tut sich die Politik leicht, sich einer Aufarbeitung zu entziehen. Hier ein m.E. sehr ehrliches und gutes Interview mit Lauterbach zu den Lehren aus der Pandemie [1].
Zu den Fehlern die gemacht wurden zählt er z.B. (manche) Schulschließungen und Kontaktbeschränkungen im Freien.

[1]

In der Aussage steckt ein Denkfehler. Die Menschen sind TEIL der Fehlerkultur.

Die Medaille hat nämlich zwei Seiten. Ich kann nicht einerseits einfordern, dass Politiker zu ihren Fehlern stehen, sie aber andererseits jeden kleinen Patzer medial kreuzigen! Gerade der rechte Rand kann das sehr gut.

Da ist doch die Pandemie das beste Beispiel für…

Denn mal ehrlich: Was wurde denn an WIRKLICH drastischen Maßnahmen verhängt die keinerlei Rechtfertigung gehabt hätten? Wo hat man wirklich eklatante Fehler gemacht?

Klar, es ist vieles verkackt worden, und ich hab auch nicht das Gefühl, dass wir dazu gelernt haben… Aber im Großen und Ganzen: Hätte schlimmer kommen können! Und WÄRE es auch, wenn wir nichts gemacht hätten.

Das ist das klassische Präventionsparadoxon…

Von daher kann ich diesen Wunsch da nicht wirklich erkennen.

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Das ist der springende Punkt.

Bei uns hier lag Pandemiebekämpfung bei einer Behörde und nicht bei den Politikern.

Diese Behörde hat dann am Ende der Pandemie auch selbst Studien zur Auswertung ihres agierens an die Universitäten vergeben.

Eben mit dem Ziel beim nächsten Mal besser agieren zu können.

In Deutschland haben viele Politiker Pandemiebekämpfung betrieben. Das Ergebnis interessiert aber nur mäßig, da bei der nächsten Pandemie andere Politiker am Ruder stehen die ganz andere Maßstäbe und Ziele verfolgen.

Von daher ist auch nur mäßiges Interesse an einer sachlichen Aufarbeitung.
Die während der Pandemie verantwortlichen Politiker sind inzwischen fast alle weg.

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