@ [quote=„lollillol4me, post:1, topic:1524“]
Diese Person fühlte sich durchaus an die DDR erinnert. Denn versucht mal im Freundeskreis/Bekanntenkreis Corona-skeptisch zu sein, da wirst du heutzutage gnadenlos ausgegrenzt und bestenfalls als Spinner bezeichnet.
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Der Unterschied zur DDR: Der Widerspruch oder die Ausgrenzung kommt nicht vom Staat, sondern vom privaten Umfeld. Und Du kannst noch so einen Stuss erzählen: Niemand verbietet Dir, die Ausbildung oder das Studium zu ergreifen, das Du Dir wünscht. Niemand klappert systematisch Deine Verwandten und Freunde ab und droht mit schwerwiegenden Konsequenzen.
Jeder, der eine Meinung äußert, muss damit Leben, dass er Widerspruch erntet. Und je extremer oder je weniger fakten-fundiert eine solche Meinung ist, umso mehr kann es sein, dass der Widerspruch verletzten ausfällt.
1d
Ein Punkt nochmal zum DDR Vergleich. Natürlich müssen wir heute nicht mit Gefängnis oder Folter rechnen, wenn wir öffentlich oder privat unsere Meinung kundtun. Es ist aber eben auch so, dass man mit gesellschaftlicher Ausgrenzung rechnen kann.
Natürlich musst Du mir gesellschaftlicher Ausgrenzung rechnen, wenn Du Meinungen vertrittst, die nicht mit den Fakten übereinstimmen. Niemand würde jemand erst nehmen, der behauptet, der Himmel wäre eigentlich rot, nur alle die anderen, die würden das verdrängen, weil sie Schafe und Duckmäuser sind. Mit so jemanden einen ernsthaften Diskurs zuführen, erscheint sinnlos. Solche Leute meidet man. Das ist das, was Du Ausgrenzung nennst. Aber mit der Reaktion des Unrechtsregiems DDR gegen Regimgegner hat das wenig zu tun.
Übrigens, die Analogie mit dem roten Himmel bezieht sich nicht nur auf Corona-Leugner, oder Corona-Gefährlichkeits-Leugner, sondern auch auf solche Menschen, die sagen: „Guckt doch mal hin! Da sind doch nur wenig Infizierte und ganz wenige Tote! Das wurde doch alles nur aufgebauscht!“ Ja, wir hier in Deutschland sind sehr privilegiert, weil unsere Politiker effektive Corona-Maßnahmen ergriffen haben und der größte Teil der Bevölkerung auch diszipliniert mitmacht. There ist no Gloria in Prevention
Der Appell für einen offenen Diskurs: Würdest Du offen dafür appellieren, mit jemandem zu diskutieren, der behauptet, der Himmel wäre in Wahrheit rot?
1d
Gerade auch im beruflichen Hintergrund gibt es viele Menschen, die sich nicht trauen, zu Ihrer Meinung zu stehen, weil es auch finanzielle und existenzielle Konsequenzen haben kann. Mal ganz platt, wer um seinen Job fürchtet, der hält schon seine Schnauze.
Ja, es ist das gute Recht eines Unternehmers = Arbeitgebers, Mitarbeitern, die behaupten, der Himmel sei rot, mit Kündigung zu drohen (auch wenn die sehr schwer durchzusetzen wären). Erstens, weil es sein Unternehmen ist und er nicht möchtet, dass sein Unternehmen zur Plattform für die Verbreitung von Blödsinn wird. Und zweiten auch im Hinblick auf den Betriebsfrieden.
Das ist keine Einschränkung von Meinungsfreiheit, sondern eine Einschränkung von schädlicher Propaganda jenseits der Fakten und Realität.
Das habe ich jetzt schon so oft gehört: Kann man diesen subjektiven Eindruck bestätigen oder widerlegen?
Tatsächlich hat man den Eindruck: Überall, wo Menschen stehen, die man diesen Gruppen nicht eindeutig zuordnen kann, sieht man eben auch Menschen, die sich anhand Plakaten und Slogans auf T-Shirt u.ä. als Nazis (inkl. Reichsbürger) und Verschwörungserzähler outen. Mag sein, dass unsere Medien zur Maximierung der Auflagen, Klickraten oder aus einem unbewusster Bias heraus in ihren Berichterstattung, Bildern und Videos den Anteil der Nazis und Verschwörungserzähler höher darstellen, als er tatsächlich ist. Auch hier mein Wunsch nach einer objektiven Verifzierung / Falsifizierung
Der Unterschied zur DDR: Der Widerspruch oder die Ausgrenzung kommt nicht vom Staat, sondern vom privaten Umfeld. Und Du kannst noch so einen Stuss erzählen: Niemand verbietet Dir, die Ausbildung oder das Studium zu ergreifen, das Du Dir wünscht. Niemand klappert systematisch Deine Verwandten und Freunde ab und droht mit schwerwiegenden Konsequenzen.
Jeder, der eine Meinung äußert, muss damit Leben, dass er Widerspruch erntet. Und je extremer oder je weniger fakten-fundiert eine solche Meinung ist, umso mehr kann es sein, dass der Widerspruch verletzten ausfällt.
Nein, dass hat Herr Spahn nicht gesagt. Er hat gesagt, „aus heutige Sicht“. Das war schon immer so und wird auch immer so bleiben. Ex post mag eine Entscheidung sich falsch herausstellen, die ex ante dennoch richtig war.