Check-In und Datensparsamkeit

Servus.
Ich kann null nachvollziehen, wieso die Gesundheitsämter angeblich den vollen Namen benötigen würden (laut den Datenschützern).
Mal pragmatisch: die wollen die Gäste im Verdachtsfall anrufen können, also genügt die Telefonnummer - die Mobilfunknummer ist zu 99% individuell zuordbar. Es gibt günstige, massentaugliche SMS-Dienste auch für den Staat für kleines Geld, die sich über API ansprechen lassen. Man (Gesundheitsamt z.B.) vergebe eine event-ID, der Gast gibt beim Event (nur) die Mobilnummer an, der Host tippt diese in eine Webseite (seiner Event-ID zuordbar), es erscheint ggf. eine TAN-SMS zur Prüfung und der Gast tritt ein. Das Script der Website legt event-ID und Nummer in einer Datenbank beim Gesundheitsamt ab (und löscht es lokal!), wo man bei Bedarf das ganze Event-Volk mit einem Klick per SMS benachrichtigen oder die Telefonliste abarbeiten kann.
Ein Proof of Concept dazu ist in einem Tag erstellt, für Skalierung und DB-Absicherungen nochmal einer konzeptionell und ca. drei redundante Server je Bundesland, eine Datenbank je Landkreis im RZ und den Behörden kurz Browser und Website erklärt … fertig.
Kann ohne Smart aber bei Bedarf auch mit QR-Code (z.B. zur Entlastung der Veranstalter) bequem gehandhabt werden und im Quarantäne-Extreme-Worst-Case ist Deine Nummer auch von der Exekutive lokalisierbar, so oder so. Nein, den Namen braucht man nicht!

Ich finde, man darf erst davon reden, Gesundheitsschutz über andere Freiheitsrechte zu stellen, wenn man mal vorher gründlich (sic!) über die Alternativen nachgedacht hat - und mehr als einem Experten zugehört hat. Sonst nervt es: denn es ist dramatisch, aber keine Zombie-Apokalypse. Darüber hinaus bin ich ein Fan. :slight_smile:

Euer Volley Joe

Es geht den Ämtern nicht darum, die Menschen anonym erreichen zu können. Das machen die anonymen Apps auch. Es geht darum, dass man die Menschen notfalls auch zwingen kann. Dazu muss man aber wissen, wie sie heißen und wo sie wohnen.

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Ich für meinen Teil würde es sehr schätzen, wenn wir wenigstens in diesem Forum die aggressive, den Gegenüber im Diskurs gering schätzenden Ton, der im den sog. Sozialen Medien leider üblich ist, einfach lassen würden.

Lieber Volley Joe,

wie viel Selbstvertrauen und vor allem wie viel Geringschätzung anderer muss man eigentlich mitbringen, um denen zu unterstellen, dass sie leichtfertig ohne Nachdenken und Beratung etwas vorschlagen oder machen? Zumal, wenn man so einfach Dein Argument zerlegen kann (@vieuxrenard kam mir zuvor). Und zumal das in diesem Forum schon zig mal diskutiert wurde (Such mal unter „Kontaktnachverfolgung“).

Nach Überzeugung der Befürworter von einer solchen Lösung ist Kontaktnachverfolgung notwendig, weil ein zu großer Teil der Mitbürger sich nicht verantwortungsvoll verhält, wenn sie eine anonyme Risikokontaktwarnung erhält: Sofort in Quarantäne, Test. Das sind die Covidioten, Egoisten und Dummen. Und das sind einfach zu viele, um die Infektionszahlen in einer Pandemie auf ein so niedriger Niveau zu bekommen, um es selbst mit Testen verantworten zu können, zu öffnen.

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