Causa Rundfunkbeitrag, Urteil des Bundesverfassungsgerichts

In euer Folge 217 (?) habt ihr über die abgelehnte Erhöhung des Rundfunkbeitrags berichtet.

Hier ein Link zum Urteil des Bundesverfassungsgericht, das genauso lautet, wie ihr es in der Folge beschrieben habt:

Der Artikel spricht von „einer deutlichen Ohrfeige“ für die Keniakoalition.

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Sehr kritisch äußerte sich die AfD. »Das Urteil des Bundesverfassungsgerichts ist zutiefst undemokratisch, weil es die Mitbestimmung der Länder bei der Festsetzung des Beitrages aushebelt«, sagte der Parteivorsitzende Tino Chrupalla. Es sei Zeit für die Umwandlung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in ein Bezahlmodell. »Jeder Bürger soll frei entscheiden können, ob er das Programm ganz oder teilweise abonnieren will«, sagte Chrupalla.

Sehe ich auch so. Ich bin bereit für solide Informationen auch gerne 18€ im Monat zu bezahlen, aber warum muss ich 60 Radiosender, zig Orchesters, den Tatort oder Bergdoktor finanzieren? Wenn ich keine Lust auf Amazon Prime, oder Netflix habe, kann ich das auch kündigen und mich anderweitig umsehen.
Ich sehe im ÖRR die Informationspflicht, aber nicht die Unterhaltungspflicht. Egal ob Generation Rentner, oder Fußball.

Ich zitiere mal ein paar Sätze aus „Der Bitcoin Standard“:

Statt die schwere Prüfung des Markterfolgs durch den Dienst am Bürger zu bestehen, prüfen sich staatliche Behörden selbst und kommen immer zu dem Ergebnis, dass die Lösung für all ihre Probleme in einer höheren Finanzierung liegt.

Wenn ich mir aussuchen kann, wieviel Geld ich verbrauchen möchte, und das von den anderen bezahlt werden muss, klar würde ich dann jedes Jahr mehr fordern und für irgendeinen „Murks ausgeben“.

Ich würde langfristig sowieso das ganze Modell auf eine monatliche Zahlung (z.B. 18€) mit einem resultierendem Budget „in meiner Wallet“ ändern. Und jedes mal wenn ich einen Film, Nachrichtensendung, Artikel im Netz konsumiere, wird ein Anteil diesem Medium zugewiesen. Am Ende vom Monat wird dann anteilig „überwiesen“.
Gucke ich in dem Monat zu 80% Nachrichten, lese 20% Artikel im Web und gucke aber keinen Film/Sendung, dann würde die Nachrichtensendung 14,4€ und die Artikelschreiber 3,6€ bekommen.
Damit würde jeder das finanzieren, was ihm nutzt, aber keiner kann sich den Rundfunkabgaben entziehen.

Ganz abgesehen davon, dass die AfD eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts als antidemokratisch bezeichnet, möchte ich hier bewusst nicht über die Frage nach der gesamten Finanzierung des ÖR-Rundfunks sprechen, sondern lediglich darauf hinweisen, dass es ein Update zu einem in der Lage besprochenen Fall gibt.

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