Biontech Impfstoff doch nicht so sicher?

Ich denke die Fragen zu dem hier verlinkten Artikel stellen sich von selbst.

  • Impfzwang muss vom Tisch sein.
  • Gesamtes Impfgeschehen muss aufgearbeitet werden.
  • Was geschieht mit den gesamten bestellten Impfdosen?
  • Wer übernimmt Verantwortung?
  • Wo sind die Kommentare der Wissenschaft (Drosten, Lauterbach)?

wallstreet online:
"Biontech arbeitet nach eigenen Angaben an Corona-Impfstoffen, die auch gegen Covid-Mutationen wirken sollen. Trotzdem musste Biontech vor der US-Börsenaufsicht SEC zugeben, dass die Wirksamkeit ihres aktuellen Corona-Impfstoffs eventuell nicht für eine dauerhafte behördliche Zulassung ausreichend sein könnte: „Wir könnten nicht in der Lage sein, eine ausreichende Wirksamkeit oder Sicherheit unseres COVID-19-Impfstoffs und/oder variantenspezifischer Formulierungen nachzuweisen, um eine dauerhafte behördliche Zulassung in den Vereinigten Staaten, Großbritannien, der Europäischen Union oder anderen Ländern zu erlangen, in denen der Impfstoff für den Notfalleinsatz zugelassen oder eine bedingte Marktzulassung erteilt wurde.“
https://www.wallstreet-online.de/nachricht/15334325-aktien-biontech-party-vorbei

Klingt mMn nicht zwingend danach, dass Biotech von Nebenwirkungen usw. ausgeht, sondern eher wie der Disclaimer in den Packungsbeilagen, nur eben für die SEC.

Laut US-Börsenregularien ist Biontech verpflichtet, auf diese Risiken hinzuweisen, da sonst Schadensersatzansprüche geltend gemacht werden können.

Außerdem ist der Autor Deutschland von eToro, also eher kein Journalist, der der großen Geschichte auf der Spur ist…

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Comirnaty hat seit August letzten Jahres die volle Zulassung der FDA. Nicht nur die Notfallzulassung - die volle Zulassung.

https://www.fda.gov/news-events/press-announcements/fda-approves-first-covid-19-vaccine

Ich habe keine Ahnung, wovon der Artikel fabuliert, aber die Tatsache, dass da suggeriert wird, dass Comirnaty nur eine Notfallzulassung hätte (was zumindest für die USA nachweislich nicht stimmt), lässt mich als erfahrenen Börsen-News-Leser doch arg am gesamten Text zweifeln. In dieser Art „Newsmeldung“ wird sehr oft aus einer Mücke ein Elefant gemacht, indem wichtige Infos unterschlagen und Fakten tendenziös dargestellt werden, weil es immer Leute gibt, die ein Interesse an fallenden Kursen haben.

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Ich tippe darauf, dass der Artikel sich auf Aussagen von Biontech stützt, die sich eigentlich darauf beziehen, dass der Impfschutz ggf. nicht jahrelang zuverlässig hält. Aufgrund von abfallendem Immunschutz und neuen Varianten.

Beides ist aber keine neue Information. Es war klar, dass das passieren kann. Ich habe Studien gesehen, die zeigen, dass der Schutz vor Krankenhausaufenthalt tatsächlich nach 3 Monaten merklich abnimmt. Er liegt dann aber noch immer über > 50%. Während das vllt. nicht ist, was wir uns gewünscht haben, ist es selbst dann deutlich besser als ungeimpft sein.

Natürlich kann das bedeuten, dass wir langfristig (sprich: „die nächsten Jahre“) neue Impfstoffe bekommen, die Cominaty dann ablösen. Das ist aber der normale Prozess der Weiterentwicklung von Pharmaprodukten.

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Quelle dazu ist folgendes Biontech SEC Filing (Part 1, Item 3, D. Risk Factors

https://investors.biontech.de/node/11931/html#ic5e06a05a31d4c4491031d3208cef8c2_2806

Wenn man den ganzen Artikel liest, wird das auch sehr deutlich.

Biontech sagt hier schlicht, was sie gesetzlich sagen müssen, um sich keinen Haftungsrisiken auszusetzen:

  • Dass die Dauerhaftigkeit des Impfschutzes natürlich nicht in klinischen Studien bewiesen werden kann (logisch, wenn man nicht 40 Jahre zwischen Studien und Einsatz warten möchte…)
  • Dass extrem seltenen Nebenwirkungen trotz der klinischen Studien und massenweiser Verwendung immer noch möglich sind (auch das ist logisch)
  • Dass man deshalb natürlich vorsichtig sein muss.

Bei Statements gegenüber der US-Börsenaufsicht gilt das gleiche, was in Deutschland z.B. für den im Bundesanzeiger veröffentlichten Jahresabschluss gilt: Man ist verpflichtet, auf jede potentielle Gefahr für die Stakeholder hinzuweisen. Wer hier auf zu wenig hinweist, kann im schlimmsten Fall hinterher extrem in Haftung genommen werden. Daher gilt hier grundsätzlich das Vorsichtsprinzip, daher: Man weist auf absolut jede potentielle Gefahr hin, die auch nur entfernt denkbar ist, um sich möglichst wenig angreifbar zu machen. Selbst wenn die Gefahr nur im Promillebereich liegt. Was man da in manchen Jahresabschlüssen liest ist schon sehr abenteuerlich.

Diese Statements sind daher genau so zu lesen und nicht über zu bewerten. Wenn der Autor von eToro hier meint, ein solches Statement als Beleg für Unsicherheiten des Impfstoffes nehmen zu können, zeigt er nur, dass er entweder nicht versteht, wie solche Statements zu deuten sind, oder er eine bestimmte Motivation damit verfolgt (z.B. Ablehnung von Impfstoffen). Ich weiß nicht, was seine Motivation sein könnte, aber er sollte als Deutschlandchef eine eBroker-Unternehmens fachkundig genug sein, ein Statement gegenüber der Börsenaufsicht korrekt zu verstehen und nicht derart aufzublasen.

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Das von dir verlinkte Dokument ist im Prinzip das amerikanische Equivalent zum Lagebericht des Jahresabschlusses, der für Kapitalgesellschaften (und Personengesellschaften, an denen eine Kapitalgesellschaft beteiligt ist) in Deutschland verpflichtend ist, wenn sie eine gewisse Größe erreichen.

Hier gilt, sowohl in den USA als auch in Deutschland, dass die Pflicht besteht, auf Risiken hinzuweisen. Auf desto mehr Risiken du hinweist, desto weniger kannst du in Haftung genommen werden. Daher wird auf jedes noch so geringe Risiko hingewiesen („Vorsichtsprinzip“). Das ist normal.

Das heißt nicht, dass diese Risiken in dieser Form tatsächlich auch nur annähernd realistisch sind.

Solche Berichte zu nutzen, um die Corona-Politik anzugreifen und gegen eine Impfpflicht zu agitieren, eine „Aufarbeitung“ der Impfungen zu fordern, die Entsorgung bestehender Impfstoffkontingente zu fordern, die Politik zur „Verantwortungsübernahme“ aufzufordern und den Wissenschaftlern etwas vorzuwerfen, wie du es in deinem Eingangspost tust, ist schlicht total ab der Realität vorbei.

Du willst in diesem Lagebericht lesen, was deiner persönlichen Meinung, die klar gegen Impfstoffe ist, entspricht. Und hier kommt es zu einem interessanten Phänomen in der modernen Nachrichtenkultur:

Der Autor des von dir verlinkten Artikels verstärkt - vermutlich wider besseren Wissens - die im Lagebericht aufgeführten Risiken. Diese bereits unrealistisch verstärkten Risiken werden von dir aufgegriffen und nochmals extrem überhöht. Und so wird aus einer Warnung nach dem Vorsichtsprinzip aus einem Lagebericht plötzlich der Beweis, dass die Anti-Impfstoff-Aluhut-Träger doch richtig lagen.

Sorry, aber so klappt das nicht.

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Die Terminologie irritiert mich schon, es hat noch nie jemand, seitens offizieller Stelle von ImpfZWANG gesprochen, eine Impfplicht ist schon ein Unterschied in der Terminologie. Und was soll bitte aufgearbeitet werden?

Ich habe mit einigem Glück meine erste Impfung bekommen (es waren nicht genug Impfwillige vorhanden, also wurde ich ca. 1 Monat vorgezogen). Meine Boosterung erhielt ich natürlich dann im Dezember und mit meiner komplett durchgeimpften und an Weihnachten trotzdem mehrfach getesteten Familie haben wir uns getraut, entspannt miteinander die Feiertage zu verbringen.

Die Podcasts von Drosten (NDR Corona Update - mit anderen Fachleuten), Kekule usw. sind nach wie vor aktiv und informativ!

Von einer 2. Boosterung habe ich allerdings im Moment Abstand genommen, trage beim Einkaufen konsequent Maske (FFP2 und darüber eine einfache OP-Maske) und vermeide größere Menschenansammlungen, insbesondere in Innenräumen. Laut meiner Hausarztpraxis wird an einem neuen Impfstoff gearbeitet, der die nächsten Varianten einschließt. Aber das kenne wir ja vom Grippeimpfstoff, der auch jährlich angepasst wird.

Warum ich das alles sage? Ich kenne in meinem Umfeld genug „geboosterte“ Leute, die Corona bekommen haben, auch mit mildem Verlauf. Allerdings gibt es auch Fälle, die dann Long- oder sogar Post-Covid Symptome entwickelt haben. Das brauche ich echt nicht, denn ich hatte bei keiner der Impfungen irgendein Problem, kann ja auch sein, dass ich keine Angst hatte und die Impfung regelrecht „gefeiert“ habe.

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Typischer Dukus: Irgendeine unverifzierte Quelle haut irgend eine unverifizierte Information raus, die wird dann - völlig aus dem Kontext gerissen - hervorgezerrt und damit abseitige Forderungen begründet.

  1. Es gibt keinen Impfzwang. Es gibt eine Impfpflicht für Mitarbeiter von Krankenhäusern, Pflegeheime, etc. Eine allgemeine Impfpflicht hat die Politik ordentlich vergeigt.
  2. Aus den vorliegenden Informationen gibt es - wie meine Vorredner gut herausgearbeitet haben - keinen Anlass, irgend etwas aufzuarbeiten.

Tut mir sehr leid, so etwas in diesem Forum lesen zu müssen.

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Es ist ein ganz typischer Beitrag von jemandem, der Impfungen ablehnt. Eine fragwürdige Quelle wird dazu genommen um direkt Konsequenzen zu fordern wie die Aufarbeitung der Impfungen.

Wer an einer ernsthaften Diskussion interessiert ist würde zunächst klären wollen, ob an den Aussagen in dem Artikel etwas wahres dran ist.

Die Fehlinformationen zu Corona werden seit 2 Jahren u.a. auf diese Weise gestreut.

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Volle Zustimmung. Da aber die Meldung über die Erklärung von Biontech vor der US-Börsenaufsicht SEC auch in den Printmedien verbreitet wurde, sollte sie hier im Forum kommentiert werden. Was auch geschehen ist.

Cominarty hat in den USA (nicht außerhalb der USA) eine vollständige Zulassung von der FDA bekommen, dieser Impfstoff wird in den USA aber nicht angeboten bzw verimpft, da bei einer regulären Zulassung der rechtliche Schutz, den eine EUA (Notfallzulassung) bietet, verfällt.

Genau das. Irgendwelchen Schwurbel, aber Hauptsache catchy Überschrift für die Themenübersicht. Dass ausgerechnet sowas von der in letzter Zeit durchaus aktiven Moderation durchgelassen wird, verwundert mich dann doch etwas.

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Nein, auch unter der Bezeichnung „Comirnaty“
wird der Impfstoff, der in den USA zunächst als „Pfizer-BioNTech COVID-19 Vaccine“ auf den Markt gebracht wurde, verkauft. Beide sind nach den selben Prozessen aus den selben Zutaten hergestellt und können beide zum Impfen verwendet werden ( Comirnaty vs. Pfizer Vaccine: What ‘Legally Distinct’ Means | Heavy.com ).

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Ja nee, is klar. Sind ja nur 337 Millionen Dosen davon verimpft worden in den USA.

Und übrigens eine ganze Menge davon nach voller Zulassung:

Kleiner Hinweis: „Pfizer-BioNTech“ = „Comirnaty“. Das ist exakt identischer Stoff. Nur falls dir das nicht klar sein sollte.

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Der MDR ordnet das hier auch gut ein.

Nachdem in der Lage auch immer vom quasi nebenwirkungsfreien Impfstoff gesprochen wurde, wäre zumindest eine Einordnung hierzu wünschenswert. 0,8 - 1% Nebenwirkungen sind beachtlich.

Du fast hier 3 Dinge zusammen: Impfreaktionen, Impfkomplikationen, Impfschäden.

Das sind 3 unterschiedliche Dinge die das RKI unter Nebenwirkungen listet.

Ich würde mal vermuten, dass Mediziner auch hier nicht von generell ‚Nebenwirkungsfrei‘ spricht. Bei Impfungen sind immer Nebenwirkungen wie Reizungen der haut etc. möglich und auch Teil des Konzepts!!!

Der im MDR Beitrag zitierte Mediziner Dr. Freisleben hat z.B. folgende Statements abgelassen

„Ich vertraue meinem Immunsystem“
Der Berliner Hausarzt und Internist Erich Freisleben steht in seiner Praxis Tag für Tag an vorderster Corona-Front. Im Interview rät er zu mehr Gelassenheit im Umgang mit dem Virus. Gute Ernährung, frische Luft und Sport stärkten das Immunsystem weit besser als Panik und Isolation.

Ich hab die Studie jetzt nicht lesen können (werde ich nachholen), aber schon im Kopfteil steht:

We observed no related serious adverse events, no grade-4 reactions and no withdrawals owing to related adverse events. Local reactions (predominantly pain at the injection site) were mild-to-moderate (grades 1 and 2) and of similar frequency and severity after the priming and booster doses (Extended Data Fig. 2a, Extended Data Table 3a). The most common systemic adverse events were fatigue and headache, and only two participants reported mild fever (Extended Data Fig. 2b, Extended Data Table 3b). Transient chills were more common after the boost, were dose-dependent and were occasionally severe. Muscle pain and joint pain were also more common after the boost and showed dose-dependent severity. Reactions had their onset within 24 h of immunization, peaked on the day after immunization and mostly resolved within 2 or 3 days, and either did not require treatment or could be managed with simple measures (such as paracetamol).

No clinically relevant changes in routine clinical laboratory values occurred. We observed a mild drop in blood lymphocyte counts and an increase in C-reactive protein, which are known pharmacodynamic markers of mRNA vaccines19,20,21,22,23; both of these were transient, dose-dependent and within, or close to, laboratory-normal levels (Extended Data Fig. 3).

Es wurden hier Menschen erfasst, die Impfung bekamen und dann Booster nach 22 Tagen und es ging hier um die ‚Immunreaktion‘ also ‚Wie gut die Impfung‘ wirkt.

Das es bei ca. 80 Millionen geimpften auch Impfkomplikationen und Impfschäden geben kann, das hat niemand bestritten. Aber das sie in einem Maße auftreten, wie es hier von eToro und auch dem MDR in den Raum gestellt wird: Das muss sich zeigen. Ich glaube, beim Thema ‚Medizin‘ ist der Autor bei Wallstreet Online nicht der Richtige.

ich denke der Grund für die Unruhe unter ‚Impfkritikern‘ ist der folgende:

  • Am 26. April reichte BioNTech zusammen mit Pfizer einen Antrag in den USA ein, um eine Auffrischungsdosis für Kinder zwischen 5 und 11 Jahren zuzulassen, und sie planen, denselben Antrag auch in der EU zu stellen. Obwohl der Impfstoffmarkt nicht verschwunden ist und BionTech weiterhin produziert und verkauft, erwarten die Anleger nun einen deutlichen Rückgang der Einnahmen, was sich negativ auf den Aktienkurs ausgewirkt hat

Ich fände es total super, wenn die Suchfunktion genutzt werden würde, bevor schon lange geführte Diskussionen wieder in einem neuen Thread aufgefrischt, Studien aus dem Zusammenhang gerissen und Einzelschicksale zur norm erklärt werden.

Besonders beim Thema Impfnebenwirkungen muss ich immer an die Geschichte mit dem Autismus denke: Das wurde schon mal endgültig auf Youtube zusammengetragen. - Hint: Attribution Error

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Also erstmal handelt es sich bei dem von dir verlinkten Artikel nicht um einen journalistischen Nachrichtenartikel sondern um eine bezahlte „Anzeige“ wie oben rechts in der Ecke vermerkt ist, ich bin mir nicht sicher ob ich darauf allzuviel geben würde.

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Der MDR ordnet da doch nichts ein. Der MDR porträtiert zwei Einzelbeispiele, bei denen sie außer der zeitlichen Korrelation (und selbst die ist im zweiten Fall fraglich, da keine Zeitspanne genannt wird außer „nach der Impfung“ - das kann auch viele Monate danach sein) keinerlei handfeste Kausalität zwischen Impfung und angeblicher Nebenwirkung dokumentieren können, und drückt dabei maximal auf die Tränendrüse.

Dieser Beitrag ist außer zu Agitationszwecken leider vollkommen unbrauchbar. Sachlicher Umgang mit einer Fragestellung ist das jedenfalls nicht.

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Deshalb kommen Experten in dem Beitrag vor die einordnen. Des Weiteren hat einer der beiden Geschädigten ein Gutachten einer Universität vorliegen welches seine Erkrankungen als Impfschaden deklariert.
Generell liegt die Vermutung sehr nahe dass die Zahlen im PEI Bericht unterrepräsentiert sind, dies zeigt auch der europäische Vergleich.
Das nun als Erkrankungen abzutun, welche auch ohne Impfung eingetreten wären ist zu einfach und auf dem selben Niveau, wie Long Covid generell in Frage zu stellen.