Könnte so sein, wenn die Bezahlkarte auf dem denkbar schlechtesten Weg umgesetzt wird. Wenn es einfach eine VISAPay Karte ist, dann muss da niemand mit stigmatisiert werden. Klar, wenn der Nutzer der Bezahlkarte versucht Rubbellose zu kaufen und die Transaktion wird abgelehnt, dann kann er damit „stigmatisiert“ werden.
Das wird sich zeigen.
Unwahrscheinlich, dass Unterstützungsorganisationen gesetzeswidrig in nennenswerten Umfang Buchungen auf Bezahlkarten durchführen und das Geld dann ins Ausland transferieren. Und wenn doch, dann war es das wahrscheinlich mit deren Gemeinnützigkeit…
Warum sollte man darauf Rücksicht nehmen? Das ist doch genau ein Ziel, dass es schwieriger wird, das Geld zu zweckentfremden.
Warum sollte man das nicht unterbinden können?
Staat und manche Flüchtlinge haben hier einen Zielkonflikt, weswegen Eigenverantwortung nicht funktioniert. Die eigenverantwortliche Lösung wäre es, Flüchtlingen, die mit weniger auskommen (und das Geld ins Ausland schicken), die Leistungen so weit zu kürzen, dass sie es eigenverantwortlich nur noch für das ausgeben, wofür es gedacht ist. Da erscheint mir die Bezahlkarte doch die bessere Lösung.
Ich finde es sehr unangebracht, dass hier gleich von Rassismus gesprochen wird. Guter Weg, wenn man erreichen will, dass der Vorwurf des Rassismus künftig völlig ins Leere läuft.
Die Bezahlkarte kann eine Maßnahme sein, die Verwaltungsaufwand verringert, Missbrauch des Asylsystems einschränkt und die Akzeptanz in der Bevölkerung zu verringern. Wer vor Krieg und Vertreibung flieht, der hat durch eine Bezahlkarte, die unproblematisch überall dort für alles eingesetzt werden kann, für das er Geld erhält, keine Nachteile. Man kann gerne argumentieren, dass sie ihre Ziele nicht erreichen wird, andere Probleme viel dringender sind, der Staat es eh nicht hinbekommen wird oder sonst was… aber Rassismus?