Auswirkung der Dürre

Wenn die Gletscher in den Alpen Weg sind wird es noch schlimmer…

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Läuft:

Und das Schweigen des Merz (mit Jens Brodersen):

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Was soll Merz sagen?

Mehr arbeiten bei Hitze und Dürre bringt es irgendwie nicht.
Zusammenkürzen kann man die Temperaturen per Gesetz nicht.
Bürgergeldempfänger und Migranten können da nachweislich nix für.

Eine Kabinettsumbildung erscheint da auch wenig erfolgversprechend.

Alles andere widerspricht dem Wirtschaftswunder-Plan von Merz.

:wink:

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Er hat sich ja schon vor ca. 2 Wochen äußerst souverän zu dem Thema geäußert: (Zitat [1])

„Ich werde selbstverständlich auch in den nächsten Tagen und Wochen, wenn sich diese Wetterentwicklungen fortsetzen, die Lage weiter beobachten und ggf. dazu auch öffentlich etwas sagen.“

[1]

6:06

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Joah:

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Selbst die konservative Presse wird langsam wach:

Früher hieß es oft, ein bisschen Klimaschutz könnten wir uns schon leisten. Aber zu viel davon schade der Wirtschaft und der Wettbewerbsfähigkeit des Landes. Nicht allein das Niedrigwasser in zahlreichen Flüssen Europas, auch die Probleme mit Atomkraftwerken ohne Kühlung zeigen uns nun, wie diese Argumentation in sich zusammenbricht – von den Waldbränden, die Infrastruktur zerstören, ganz zu schweigen.

Es ist umgekehrt: Volkswirtschaftliche Kosten, die wir beim Klimaschutz vermeiden wollen, werden bei der Klimaanpassung umso unausweichlicher werden. Und sie werden höher sein. Selten wurde greifbarer, was die beiden Worte im Kern bedeuten: natürliche Lebensgrundlagen.

Politisch drückt sich diese Erkenntnis aber bisher kaum aus, im Gegenteil.

https://www.rnd.de/politik/klimawandel-kostet-wirtschaft-milliarden-rhein-niedrigwasser-zeigt-folgen-OL6NQADP3VDOTMDW4DMI3FOD7M.html

Zur Erinnerung:

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Prokrastination ist das Motto der Politik:

Starke Hitze, sinkendes Grundwasser, ausgetrocknete Böden und belastete Flüsse: Bereits jetzt wirkt sich der Klimawandel stark auf unseren Wasserhaushalt aus. Gleichzeitig gibt es zahlreiche Pläne für mehr Wasserrückhalt und die Renaturierung von Flusslandschaften. Doch warum werden viele Maßnahmen nur schleppend umgesetzt? Und warum wird darüber so heftig gestritten?

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Ist ein bisschen befremdlich, wie man sich in Deutschland teilweise abfeiert, schön mit Kohleschmutz (der natürlich auch einen enormem Wasserverbrauch hat) weiter die Umwelt zu verpesten und anderen Ländern ihre Abhängigkeit von Akw vorwirft.

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….. selektive Selbstwahrnehmung….

Korrekt. Deshalb so schnell wie möglich weg von diesen Kraftwerken. Man hängt sich nur immer an AKWs auf, weil diese ja in einigen Kreisen als ultimative klimafreundliche zukunftsfähige Grundlastkraftwerke gefeiert werden.

Bisher scheint es noch keine Abschaltung zu geben. Meine Vermutung: Die Abschaltungen der letzten Jahre haben schon etwas geholfen + wir haben deutlich mehr PV und Windkraft. Was den Bedarf dieser Kraftwerke, den Wasserverbrauch und die Flusserwärmung reduziert. Aber gibt ja noch ein paar trockene Wochen vermutlich…

Kohle- und Atomkraftwerke gedrosselt: Zu heiß zum Kühlen | taz.de - ups 2018 :wink:
Hitze beeinflusst Energieversorgung: Erste Kraftwerke drosseln Leistung - Kohleversorgung über den Rhein muss reduziert werden - 2022
Niedrigwasser: Energieexperte hält Kraftwerksausfälle in Deutschland für möglich | DIE ZEIT - 2026

Jetzt killt das Niedrigwasser in Rhein auch noch unser Wirtschaftswachstum. Sollte es so kommen, wären allein diese Dürre 0,4% Wachstum.

Rhein führt kaum noch Wasser: IW befürchtet Nullwachstum wegen Niedrigwasser - n-tv.de

Vergleichen wir mal mit dem 46 Mrd. Steuerentlastungspaket und dem Sondervermögen Infrastruktur.
Was bringen die Steuersenkungen für das Wachstum in Deutschland? | tagesschau.de

Optimistischer und konkreter sind Michael Heise von HQ Trust und Thomas Gitzel von der VP Bank. Auf das gesamte nächste Jahr gesehen könnten die Maßnahmen der Bundesregierung Heise zufolge 0,25 Prozent Wachstum beisteuern - für Gitzel sogar 0,4 Prozent, zusammen mit dem Infrastrukturpaket.

Aber Klimaschutz muss bitte bitte bitte marktwirtschaftlich, kostengünstig und bloß nicht beeinträchtigend sein.

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Ich würde eher sagen, man hängt sich (bei der Kritik bzw. dem Hinweis auf Ausfallzeiten) an AKWs auf, weil in einigen Kreisen die Kosten der Kohle verschleiert und verschwiegen werden, weil eine irrationale Angst vor Kernkraft herrscht und weil Gefühl Empirie schlägt. Deshalb ist Deutschland Kohleland und es gibt hier diesen umweltfeindlichen und schon lange nicht mehr sozial und wirtschaftlich zu rechtfertigenden Kohlefetischismus.

(Disclaimer: Ich bin nicht für neue AKW)

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Um ehrlich zu sein: Schade.

Hier wird es noch mal erklärt:

Man hätte auch wunderbar sowohl AKWs, als auch Kohlekraftwerke viel schneller abschalten können (und kann das auch immer noch). Einfach parallel mehr in EE und Stromnetze investieren. Genau das haben auch alle Kritiker der Atomkraft immer wieder gefordert. Aber das kostet den „wirtschaftskompetenten“ Politikern und Parteien ja viel zu viel Geld, selbst wenn man ihnen schon vor 15 Jahren vorgerechnet hat, dass weniger Klimaschutz eben am Ende sehr viel mehr Geld kosten wird.

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Man könnte dem Bespiel von Fukushima folgen und AKW am Meer bauen, da hat man dann allerdings manchmal mehr Wasser als einem Lieb ist….

Oder man baut EE aus und verdrängt Kohle und Gas in die Reserve. Wenn die nur 2-3 Wochen im Jahr laufen ist die Umweltauswirkung gering.

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Man fragt sich schon, wieso aktuell keine Bauern mit Traktoren durch Berlin rollen:

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Solange man Missstände weder auf Migranten noch auf linksgrün versiffte Spinner projizieren kann, wird es die Union nicht interessieren.

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Man weiß Bescheid:

Allein zwischen 2009 und 2019 kam es den IAEA-Daten zufolge fast 4.000-mal zu wetterbedingten Ausfällen von Atomkraftwerken. Zwischen 1990 und 1999 waren es unter 900-mal. In diesem Zeitraum (1990 bis 2019) ist die Anzahl der weltweit installierten Atomkraftwerke weitgehend konstant geblieben, mehr Vorfälle gehen also nicht auf mehr AKW insgesamt zurück. Die meisten Ausfälle, laut IAEA sind es drei Viertel, betrafen Kraftwerke, die an Flüssen oder Seen stehen.

Hitzewellen und Dürre werden im IAEA-Bericht von 2022 entsprechend als „die folgenreichsten Extremwettererscheinungen hinsichtlich der Gefährdung des sicheren Betriebs von Stromsystemen“ bezeichnet. Wasserknappheit werde den Betrieb von Atomkraftwerken einschränken, wenn es keine Anpassungen gebe.

„Anpassungen“ bedeutet zunächst einmal, schon in der Bauphase neuer Atomkraftwerke auf Klimawandelprognosen für die Region zurückzugreifen. Die meisten Atomkraftwerke stehen an Küsten und werden laut IAEA vom steigenden Meeresspiegel sowie von größeren Sturmereignissen bedroht. Eine Studie im Fachmagazin „Energy Strategy“ aus dem Jahr 2024 rät daher Bauherren von Atomanlagen, auch in den Bau von hohen Deichen und zusätzlichen Wasserspeichern zu investieren. Alternativen zur Kühlung der Reaktoren gebe es auch durch Gase wie Helium oder Kohlenstoffdioxid.

Das Vorzeigeprojekt für besonders trockene Regionen ist Palo Verde: Das Atomkraftwerk in der Wüste von Arizona in den USA nutzt zur Kühlung kein Frischwasser, sondern gereinigtes Abwasser aus den umliegenden Klärwerken.

All diese Anpassungsmaßnahmen bedeuten aber auch Mehrkosten. Dabei gilt die Atomkraft ohnehin als eine der teuersten Anschaffungen im Energiesystem. Je nach Standort kostet der Bau eines Atomkraftwerks zwischen zehn und 30 Milliarden Euro. Wenn dann noch Deiche, zusätzliche Wasserspeicher oder Aufbereitungsanlagen für Klärwasser hinzukommen, treibt auch das die Kosten nach oben.

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Kurzfristig:

Die anhaltende Trockenheit führt nicht nur zu Niedrigwasser in den Flüssen, sondern setzt auch der Landwirtschaft zu: Weite Teile West- und Süddeutschlands verzeichnen extrem trockene Böden. Nur in Teilen Nord- und Mitteldeutschlands regnete es genug, um die Vorräte des sogenannten pflanzenverfügbaren Wassers in den oberen Bodenschichten aufzufüllen. Das geht aus dem Dürremonitor des Umweltforschungszentrums Leipzig hervor.

Aufgrund der niedrigen Pegelstände in Flüssen und des Grundwassers beschränken derzeit zahlreiche Kommunen die Wasserentnahme für Landwirt*innen: In Brandenburg sind es sieben Landkreise, im niedersächsischen Lüchow-Dannenberg dürfen Land­wir­t*in­nen bei hohen Temperaturen und Windstärken ihre Flächen gar nicht beregnen.

Allerdings können nur wenige Land­wir­t*in­nen ihre Flächen überhaupt künstlich bewässern: Laut Statistischem Bundesamt wurden selbst im extrem trockenen Jahr 2022 nur 3,3 Prozent der Äcker beregnet. „Das trifft vor allem den Anbau von Sonderkulturen wie Gemüse“, erklärt Philip Brändle, Landwirtschaftsexperte vom Naturschutzbund Nabu. „Die Investitionen in die Beregnung von Mais und Getreide ist ohnehin meist nicht rentabel.“

Langfristig:

Gletscher auf der ganzen Welt schmelzen immer schneller. Nach Informationen eines 2025 veröffentlichten UNESCO-Berichts verloren sie innerhalb von drei Jahren mehr Eis als je zuvor seit Beginn der Messungen.

Diese Entwicklung hat laut Wissenschaftlern drastische Folgen. „Die Erhaltung der Gletscher ist nicht nur eine ökologische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Notwendigkeit. Es ist eine Frage des Überlebens“, kommentierte Celeste Saulo, Generalsekretärin der Weltwetterorganisation, die Entwicklung.

Die Gletscher schmelzen weltweit. In manchen Regionen dürften sie sogar vollständig verschwinden. Mit Blick auf die Anzahl Gletscher, die pro Jahr verschwinden, könnte deren Zenit in den Alpen schon bald, nämlich zwischen 2033 und 2041 erreicht sein: je nachdem, wie stark sich die Erde erwärmt, könnten in diesem Zeitraum mehr Gletscher als je zuvor verschwinden. Weltweit wird der Höchstwert, wie viele Gletscher in einem Jahr verschwinden, etwa zehn Jahre später erreicht und könnte sich dann von 2000 auf 4000 verlorene Gletscher erhöhen.

Für die Alpen bedeutet das: Steuert die Welt wie unter der aktuellen Klimaschutz-Politik auf eine Erderwärmung von +2,7° C zu, würden 2100 nur noch rund 110 Gletscher in Mitteleuropa bestehen – das wären gerade einmal drei Prozent der heutigen Gletscher. Bei einem Temperaturanstieg von +4° C wären es sogar nur noch rund 20 Gletscher.

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