Aussagen zu Beamtenpensionen

Vielen Dank für euren Podcast, er ist fester Bestandteil meiner politischen Meinungsbildung geworden.

Eure Aussagen zu den Beamtenpensionen im Vergleich zu den Renten sind mir jedoch aufgestoßen.

Beamte bekommen nicht einfach x Prozent des letzten Einkommens. Sie müssen ihre Besoldungsgruppe über mehrere Jahre ruhegehaltsfähig machen. Und auch Teilzeiten und Erziehungszeiten wirken sich mindernd auf die Pensionen aus, selbst wenn man zum Ende seiner Dienstzeit wieder in Vollzeit arbeitet.

Zum Thema Rücklagen: für Pensionsansprüche der Zukunft werden Rücklagen in Sondervermögen gebildet. Siehe z. B. Versorgungsrücklagengesetz.

Meiner persönlichen Meinung nach, könnte euer Vergleich die eh schon oft missgünstige Betrachtung von Pensionen noch befeuern.

Liebe Grüße

Zusätzlich möchte ich hinzufügen, dass Beamte, gerade in der allgemeinen Verwaltung, entgegen Tarifbeschäftigten, nicht nach ihrer Tätigkeit vergütet werden.
Kleines Beispiel: meine Tätigkeit
-sehr hohe Verantwortung (insbesondere auch körperliche/seelische Unversehrtheit von Bürgerinnen, Führung von über 30 Personen)
-Stellenbewertung A13/A14
Ich, 34 mache das jünger/motiviert seit 4 Jahren, davon 2,5 in A10 jetzt A11 nach der entspr. Besoldungstabelle. Bis ich zu einer Vergütung nach Stellenbewertung komme, darf ich aufgrund der Beförderungspraxis 15-20 Jahre warten.
Wenn die Pension fallen würden, mach ich das nicht mehr, da mir das System jährlich tausende € kostet, was letztlich auch nicht in die Vorsorge gesteckt werden kann.
Irgendeinen Ausgleich muss es da geben.

Natürlich macht das die Rente nicht fairer. Häufig werden Pensionen und Renten aber zu pauschal beurteilt/verglichen (wenngleich ihr das nicht ausdrücklich habt). Euer Einwurf von Gefälligkeitsbeförderungen kurz vor Pensionierungen geht mE aber schon in diese Richtung.

Die Betrachtung dieses Themas ist insgesamt aber sehr interessant.