Tris
21
Mir ging es hierbei eben nicht nur um Merkel. Das ist etwas, dass mich seit 16 Jahren ärgert, dass nur Merkel bewertet wird. Ich sehe das Problem in Ihrer Partei. Die CDU/CSU blockiert zu oft Reformen und im Inneren tritt leider zu oft der Verdacht auf, dass rechte Gewalt unter deb Teppich gekehrt wird. Die CDU/CSU war 16 Jahre die stärkste Partei in einer Regierung, da war also nicht nur Angela Merkel als alleinige „Herrscherin“. Während aller Krisen, die es immer gibt und geben wird, müssen die anderen Minister und Abgeordneten durchaus auch etwas tun und nicht Däumchen drehen, weil die Chefin gerade nicht hinschaut. Das ist mein persönlicher Vorwurf an diese Partei, denn viel gutes sehe ich in den letzten 16 Jahren nicht, leider.
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Jan42
22
Den Punkt finde ich sehr spannend. Es ist ja nicht wirklich davon auszugehen, dass die nächsten 16 Jahre (und natürlich darüber hinaus) in diesem Sinne einfacher oder besser werden. Meiner Meinung nach darf eine aktute Krise keine Entschuldigung mehr dafür sein, dass nicht gestalterisch und zukunftsorinetiert gehandelt wird. Und dass die Regierungen davor es (auch) verbockt haben mag zwar stimmen, entbindet aber niemanden von irgendwas. Wohlstand und Status quo verwalten ist vielleicht einfach nicht mehr drin als politisches Selbstverständnis. Für das anstehende braucht man aber natürlich fähigeres Personal.
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LagEr
23
Das geht doch arg durcheinander. Die Partei besetzt keine Minister- und Abgeordnetenposten, das sind immer Individuen (wie Angela Merkel). Die Partei sind Mitglieder, die sich in Parteitagsbeschlüssen ausdrücken, die mal mehr oder weniger Einfluss haben. Genauso wenig ist die CDU/CSU korrupt. Es sind nur signifikant mehr Personen mit schwarzem Parteibuch, gegen die aktuell diese Vorwürfe erhoben werden.
Ich erinnere mich dunkel, dass auch Kanzler Schröder die SPD nicht immer mit wehenden Fahnen gefolgt ist - ganz im Gegenteil. Er wurde dazu gezwungen, Parteichef und Kanzler zu trennen - damit sich die SPD am eigenen Kanzler abarbeiten kann.
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