Lieber unkreativ,
vielen Dank für die ausführliche Antwort. Leider scheinst Du Dich nicht sehr intensiv mit meinen Aussagen beschäftigt zu haben - kannst Du das bitte tun? Es würde der Qualität unseres Austausches wirklich helfen.
Darf ich anmerken, dass „nice try“ und „Propaganda“ nicht hilfreich sind für eine gemeinschaftliche Diskussion?
Habe ich mir in voller Länge angeschaut, widerlegt keinen der Punkte, die ich gemacht habe. Gerade die Flexibilität eines Kraftwerks, das über einen Flüssigsalzspeicher verfügt, ist für die Kompensation der Erneuerbaren ideal
Du hast Dich hier leider nicht mit der Tatsache beschäftigt, dass der Reaktortyp, zu dem ich gelinkt habe, zu einer Kernschmelze gar nicht fähig ist. Ein Atomunfall derart, wie sie in Tschernobyl oder Fukushima passiert ist, kann damit physikalisch nicht zustandekommen. Wir haben fälschlicherweise gelernt, „Atom“ mit „Tschernobyl-fähig“ gleichzusetzen, das ignoriert viele physikalische Fakten.
Hmm, Strom brauchen wir aber schon. Und Kernkraft kann diesen liefern.
Zur Vermeidung von Missverständnissen: eine sichere Art der Atomkraft, wie die, zu der ich gelinkt habe, wird noch 10-15 Jahre dauern (danach wird aber der Zubau erheblich schneller gehen als bei heutigem AKWs, da Fabrikfertigung). In dieser Zwischenzeit müssen wir maximal „Gas geben“ mit Erneuerbaren und Energieeffizienz. Aber: erstens wird unser Energiebedarf weiter wachsen, und zweitens werden wir Strom auch noch für die (teurere) Kreislaufwirtschaft sowie (in Unmengen) für das Ziehen von CO2 aus der Atmosphäre benötigen (alle 1,5-Grad-Szenarien gehen inzwischen davon aus, dass wir nach Erreichen von net zero dann negative Emissionen haben müssen).
Beschäftige Dich bitte mit dem Konzept, zu dem ich gelinkt habe. Da sind die Risiken nicht immens und die Kosten nicht hoch.
Und vergiss bitte nicht, dass die Herstellung von Erneuerbaren im GW-Maßstab auch nicht spurlos an der Umwelt vorbeigeht. Die chemischen Abfälle aus der PV-Produktion mögen in China statt in Deutschland liegen, aber für 1GW PV sind diese auch nicht vernachlässigbar und gehören in den Vergleich mit Atomkraft einbezogen.
Wenn Du Dir meine Infos und das verlinkte Konzept (www.moltexenergy.com) angeschaut hast, dann lass uns gern weiterdiskutieren.
Viele Grüße
James