Atomkraftwerke und Energiewende

https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2018-09/atomkatastrophe-japan-fukushima-strahlung-todesfall

Schnell mal gesucht (nicht recherchiert)

Da es 7 Jahre gedauert hat diesen einen anzuerkennen liegt der Verdacht nahe, das es deutlich mehr sein können die unter den Tisch gekehrt werden sollen.

Problem bei dem ganzen ist auch, das Strahlendosen für den sofortigen Tod sehr hoch sein müssen.

Die mit den geringeren kriegen dann Krebs und lassen sich leichter vertuschen um so die Atomkraft besser aussehen zu lassen.

Frage ist auch wo die Toten durch Solarstrom herkommen sollen.

Sollten das tödliche Arbeitsunfälle sein, dann müsste man ehrlicherweise auch alle tödlichen Arbeitsunfälle im Zusammenhang mit der Kernkraft recherchieren und mit einrechnen.

Durch den Fokus auf die Unfalltoten Fukushima und Tschernobyl ist davon auszugehen, dass diese nicht berücksichtigt wurden.

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Das Paper von Sovacool et al., welches 2015 nahelegte, dass Winkraft pro erzeugter Terawattstunde für dreieinhalb mal so viele Tote verantwotlich sein soll, wie Atomkraft, ist wegen seiner merkwürdigen Methodologie berüchtigt. Ich zitiere aus dem Paper:

[…] we then proceeded to compile an original database of as many energy accidents as possible over the period 1950 to 2014. We searched for the words “energy,” “electricity,” “wind,” “solar,” “hydroelectricity,” “hydrogen,” “dam,” “geothermal,” “biomass,” “biogas,” “biofuel,” “ethanol,” “biodiesel,” “nuclear,” and “renewable” in the same sentence as the words “accident,” “disaster,” “incident,” “failure,” “meltdown,” “explosion,” “spill,” and “leak” on a series of academic databases (including ScienceDirect and EBSCO host) as well as the internet (using Google and Safari).
[…]
A final element to our methodology was to normalize a smaller subset of accidents—
from 1990 to 2013—to units of energy produced.
[…]
The most serious accident occurred when a bus collided with a truck transporting a wind turbine tower in Brazil.

Um das klarzustellen: Die Studie bestand darin, nach „Unfällen“ zwischen 1990 und 2015 zu googlen (der größte Windkraftunfall passierte z.B. als ein Bus mit einem LKW kollidierte, der eine Windturbine transportierte), diese zu zählen und dann durch die in dem Zeitraum produzierte Energie zu teilen. Im Wesentlichen zählen sie damit vor allem Unfälle auf Baustellen.

Abgesehen davon, dass man diese Methode grundsätzlich in Frage stellen kann, decken sie damit genau einen Zeitraum ab, in welchem die installierte Windkraftkapazität anfangs noch klein war (kleiner Nenner), aber viel gebaut wurde (großer Zähler). AKWs hingegen wurden in dem Zeitraum kaum noch gebaut (kleiner Zähler), aber es standen viele, die liefen. Dass so etwas überhaupt durch das Peer-Review-Verfahren kam, ist mir schleierhaft.

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Leider nicht, dass sind alles noch unausgereifte Konzepte, die neue, unsichere Reaktortypen benötigen. Darauf braucht man nicht zählen. Die erneuerbaren Energien sind das bessere Konzept. :slight_smile:

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Ja dass stimmt, aber selbst wenn wir sagen die Anzahl der Opfer durch Fukushima (oder Allgemein die Opfer der Atomkraft) sei um Faktor 100 höher ist es immer noch ca 1/3 der Opfer von Fossilenkraftwerken.
Und dabei sind bei den Fossilenkraftwerke die folgen des Klimawandels ja nicht eingerechnet.

Ja das ist bei den Zahlen von Kernkraft auch schon mit drin. Minenunfälle und so.

Mir geht es doch nicht um die erneuerbaren Energiequellen. Klar ist Wind-/Solarkraft besser als Atomkraft. Es geht darum, dass „Fossilekraftwerke“ „tödlicher“ sind, als Atomkraftwerke.

Siehe oben :slight_smile:

Tot ist tot. Und wie schon gesagt geht es mir ja nicht darum, dass es heißt Atomkraft oder Erneuerbare. Sondern Atomkraft und Erneuerbare und eben nicht Kohle/Gaskraft und Erneuerbare

Dir vielleicht nicht, aber dem Artikel den du verlinkt hast und auch der Studie die da herangezogen wird.

Ich hab jetzt nicht gesucht, aber die Transmutation ist auch kein wahnsinnig neuer Ansatz.

Kannst ja mal schauen wie oft da schon der Durchbruch versprochen wurde.

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unkreativ

Atomkraftwerke sind der Tortenboden des Strommixes und das AKW harmoniert nur mit mehr Kohle/Öl/Gas und mit sonst nichts.

Es wird keine AKW und EE geben, sondern nur EE ergänzt um Gasregelkraftwerke und Speicher. Außerdem wird sich zum Leidwesen der EVU, der Energiezellen Ansatz durchsetzen. Und jetzt schon ist es nicht nur ihr Leidwesen: Sie verkaufen den von uns selbst produzierten Solarstrom vom Dach teuer an meine Nachbarn weiter, die noch keine PV Anlage haben…

Empfehlenswert: Prof. Rehtanz Vorlesung, sie ist zwar Trocken, sorgt aber für Klarheit im Kopf.

Generell ist das Thema Energiewende und EE sehr komplex und von ganz viel Lobby Arbeit unterwandert. Wen wundert das: Es geht hier schließlich um ein Milliarden Geschäft.

Hier als Bonusmaterial ein paar informative Artikel zu den Themen :slight_smile: wie folgt;

Stichwörter:

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Lieber Pero s.

heute möchte ich dir Antworten, die Zahl hab ich endlich wiedergefunden Sie ist unglaublich und ich würde sagen, es reicht dicke, wir haben kein Energieproblem sondern ein Emissionsproblem und der solare Umbau des Weltenergiesystems muss zackiger gehen, aber lies bitte selbst:

Quelle:
Der Energethische Imperativ von Dr. Herrman Scheer (RIP) ; Energ-ethisch = kein Schreibfehler
und
Imperativ: es ist klar, warum das zwingend ist; die Fossilen sind zu 4/5 verbraucht.
Kernbrenstoffe sind mitnichten Regenerativ;
nur Strahlend und im Zweifel Tödlich

Bonus:

Hier können wir endlich mal die Formel aus dem Physik Unterricht gebrauchen, die wir alle immer bestaunt haben aber eigentlich nicht verstanden, der olle Einstein wieder…
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Ich habe fleißig weiter gesammelt → Ein Foto aus Bayern von einem Pumpspeicherkraftwerk:

Fakt ist, wir haben Probleme mit Wasser, deswegen hilft uns die Wasserkraft nur bedingt, und die AKW und Kohlekraftwerke haben sich damit final selbst erledigt.

Die benötigen große Mengen Kühlwasser!
Der Wasserstand im unteren Becken liegt üblicherweise deutlich höher

  1. Juni 2022: wir haben einen hohen Anteil an EE im Netz wenig Co2 und wir exportieren wie üblich und leiten durch in andere Länder.

30.12. 22 wir exportieren eine Menge Windstrom CO2 down

27.5.22 wir exportieren eine riesige Menge Windstrom Co2 noch weiter unten:


Strompreis am 27.5.22 in DE:
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27.5.22 zum Vergleich Frankreich und die „tolle Kernkraft“ ordentlich abgeriegelt, und zwar derzeit schöngerechnet Co2 arm, aber Regenerativ ist sie nicht :wink: Brennelemente wachsen nicht am Apfelbaum durch Sonnenenergie:

Strompreis AKW Frankreich vom 27.5.22:
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Oh, Dr. Schmitz mal wieder voll im Investigativ Element zu Atomkraft, soll sich jeder eine Meinung bilden, alleine weil hier immer wieder ein paar Trolls versuchen zu relativieren…

Die Flüssigsalzspeicherung in der Wüste mit Spiegeln alles cool, aber warum sollte man das mit der nach Wasserstoff teuersten Form der Energie machen?

AKW und ob sie uns retten werden, freue mich auf die nächsten Teile, man Beachte die geänderten Last Szenarien, die sind den AKW Trollen offensichtlich noch nie aufgefallen :slight_smile:

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Für eine ganz andere Sicht darauf, schau bitte hierhin: https://www.moltexenergy.com/enables-renewables/ . Die Zwischenspeicherung von Wärme in Flüssigsalzen wird heute bereits, z.B. bei konzentrierender Solarthermie (Gemasolar Thermosolar Plant - Wikipedia ), eingesetzt. In Kombination mit einem AKW bedeutet das, dass das AKW mit konstanter Leistung laufen kann und das Gesamtkraftwerk eine variable Leistung an das Stromnetz abgeben kann. Damit kann z.B. die Tagesleistungskurve der Erneuerbaren ausgeglichen werden.

Netter Versuch; Wenn das AKW einen Störfall hat oder sonstige Risiken ist klar was passiert, und wie wird gleich nochmal das Kühlwasser Problem gelöst?

Ich nehme an dir ist aufgefallen, das es bei Flüssigsalz Korrosions Probleme gibt?
Ich nehme an dir ist aufgefallen, das dieser von dir verlinkte Flüssigsalzspeicher in einer Wüste steht und mit Spiegeln und einem Solar Ofen geladen wird.

Ich nehme an dir ist aufgefallen das Atom Strom viel zu teuer ist um das was du möchtest zu machen?

Ausführlich von mir:
https://herzausfels.de/2022/06/19/atomkraft-und-lage-forum-2022/

Als Video erklärt es Dr. Schmitz…
Eine ganz andere unaufgeregte Sicht hier:

Lieber unkreativ,

die Risiken der aktuellen Kerntechnik sind mir allemal bewusst. Deswegen sind die Teile auch so teuer, weil das inhärente Explosionsrisiko eines kräftigen Überdrucks mit vielen teuren Gegenmaßnahmen beherrscht werden muss.

Zu Deinen einzelnen Punkten:

„Netter Versuch; Wenn das AKW einen Störfall hat oder sonstige Risiken ist klar was passiert“
Kommt auf den Störfall an. Bei dem Reaktortyp, zu dem ich gelinkt habe, sind v.a. denkbar:

  • (a) Kühlmittelverlust:
    • bei einem unterirdisch gelagerten Reaktor ohne Überdruck ist ein wesentlicher Kühlmittelverlust erst mal Recht unwahrscheinlich. Wenn so etwas passiert, dann am ehesten so, dass ein bisschen Kühlmittel austritt und gleich abkühlt und abhartet. Radioaktivitätsaustritt: nahe Null.
    • würde trotz der unterirdischen Lage das ganze Kühlmittel verlorengehen, würde das die Reaktivität reduzieren. Der Reaktor verliert sowieso Reaktivität bei steigenden Temperaturen und regelt selbst ab.
  • (b) Austritt von Brennstoffsalz aus einem Brennelement in das Kühlmittel → ja, ein bisschen, aber schnell verdünnt und ohne Radioaktivitätsaustritt oder relevanten Einfluss auf die Reaktivität

„, und wie wird gleich nochmal das Kühlwasser Problem gelöst?“
Fairer Punkt, aber im Ernstfall kann auch Luftkühlung gewählt werden. Die hohe Ausgangstemperatur von 650 Grad macht das thermodynamisch weniger „teuer“ als sonst.

„Ich nehme an dir ist aufgefallen, das es bei Flüssigsalz Korrosions Probleme gibt?“
Das kennt der Entwickler und hat geeignete Konzepte entwickelt (z.B. Steuerung des Redox-Potenzials über freies Zr). Insbesondere hat der Entwickler darauf geachtet, dass das Brennstoffsalz nicht im Reaktor zirkuliert, sondern in Brennelementen gehalten wird.

„Ich nehme an dir ist aufgefallen, das dieser von dir verlinkte Flüssigsalzspeicher in einer Wüste steht und mit Spiegeln und einem Solar Ofen geladen wird.“
Deine Annahme trifft zu. Und? :blush:

„Ich nehme an dir ist aufgefallen das Atom Strom viel zu teuer ist um das was du möchtest zu machen?“
Das Konzept, zu dem ich gelinkt habe, geht ganz bewusst und mit hoher Priorität genau diesem Punkt an. Da es eben nicht wie bei LWRs mit 75-150 bar Überdruck arbeitet und eine Kernschmelze nicht fertigbringen könnte, auch wenn es das wollte, ist es inhärent sicherer und kann bei gleicher (besserer!) Sicherheit mit deutlich niedrigeren Kosten gebaut werden

Ich hoffe, ich konnte einige Deiner Fragen beantworten.

Viele Grüße,

James

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Nice try :wink:
Mir ist diese Propaganda bestens geläufig, alldieweil verfängt Sie in DE und der EU nicht mehr.

Viel Spass beim verlinkten Video von Dr. Schmitz, Residuallast ist übrigens das Stichwort.
Ich kopiere die relevanten Folien mal raus.

Facts aus dem Video

  • Die Toten pro TWH sind nicht ganz so klar und wahr… ist alleine schon safe, wenn man sich mal versucht, ein Bild über die tatsächlichen Zahlen zu machen, die gehen von 0 Tote bis Millionen.
  • Was wir künftig für nukleare Unfälle erleben könnten, kann niemand genau sagen; die Gefahr ist aber real und verstrahlte Gebiete sind in einem „kleinen Land“ wie Deutschland ein Mega Problem, in Staaten mit Ödland und Wüste mag es alles etwas anders ausehen
  • Wem nützt Atomkraft, die wir nicht mehr benötigen? Nicht der Bürgerschaft, sondern der Atomlobby und der Waffenlobby
  • Wirtschaftlich wird es wohl nur in autokratischen Regimes betrieben werden können, die auf Natur/Umwelt/Sicherheit und Menschenleben sehr wenig geben!

Die Betreiber in DE wollen nicht…

Warum auch, die Akzeptanz in der Bevölkerung ist nicht da, die Risiken sind immens, die Kosten hoch, viel schöner EE günstig von den PV und Windproduzenten kaufen und weiterverkaufen…
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Und die EE sind halt (sogar in China) immer schneller am Zubau als Fossil/Atomare Energie

Again, https://www.brkenergy.com/ nur Renewables, und Bezos auch: https://youtu.be/0TQvePDWrZw

Grundlast vs Residuallast(bedeutet im Klartext Grundlast Kraftwerke benötigen wir nicht länger; außer dort wo heute noch Sektoren an die Grundlastkraftwerke gekoppelt sind das dauert noch zu ändern):
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Hier nochmal das Video: https://www.youtube.com/watch?v=1S4H8oOD1Rc

Und Fazit:

Du wirst mich nicht überzeugen und ich werde deine Agenda nicht ändern.
Aber die vielen interessierten LeserInnen hier im Forum können sich so auf einer breiten Faktenbasis selbst ihre Meinung bilden.

Ich empfehle auch allen Lesern das Buch:
Gekaufte Forschung und das Video Lobbyismus Gefahr für die Demokratie von Gert Scobel

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Lieber unkreativ,

vielen Dank für die ausführliche Antwort. Leider scheinst Du Dich nicht sehr intensiv mit meinen Aussagen beschäftigt zu haben - kannst Du das bitte tun? Es würde der Qualität unseres Austausches wirklich helfen.

Darf ich anmerken, dass „nice try“ und „Propaganda“ nicht hilfreich sind für eine gemeinschaftliche Diskussion?

Habe ich mir in voller Länge angeschaut, widerlegt keinen der Punkte, die ich gemacht habe. Gerade die Flexibilität eines Kraftwerks, das über einen Flüssigsalzspeicher verfügt, ist für die Kompensation der Erneuerbaren ideal

Du hast Dich hier leider nicht mit der Tatsache beschäftigt, dass der Reaktortyp, zu dem ich gelinkt habe, zu einer Kernschmelze gar nicht fähig ist. Ein Atomunfall derart, wie sie in Tschernobyl oder Fukushima passiert ist, kann damit physikalisch nicht zustandekommen. Wir haben fälschlicherweise gelernt, „Atom“ mit „Tschernobyl-fähig“ gleichzusetzen, das ignoriert viele physikalische Fakten.

Hmm, Strom brauchen wir aber schon. Und Kernkraft kann diesen liefern.
Zur Vermeidung von Missverständnissen: eine sichere Art der Atomkraft, wie die, zu der ich gelinkt habe, wird noch 10-15 Jahre dauern (danach wird aber der Zubau erheblich schneller gehen als bei heutigem AKWs, da Fabrikfertigung). In dieser Zwischenzeit müssen wir maximal „Gas geben“ mit Erneuerbaren und Energieeffizienz. Aber: erstens wird unser Energiebedarf weiter wachsen, und zweitens werden wir Strom auch noch für die (teurere) Kreislaufwirtschaft sowie (in Unmengen) für das Ziehen von CO2 aus der Atmosphäre benötigen (alle 1,5-Grad-Szenarien gehen inzwischen davon aus, dass wir nach Erreichen von net zero dann negative Emissionen haben müssen).

Beschäftige Dich bitte mit dem Konzept, zu dem ich gelinkt habe. Da sind die Risiken nicht immens und die Kosten nicht hoch.

Und vergiss bitte nicht, dass die Herstellung von Erneuerbaren im GW-Maßstab auch nicht spurlos an der Umwelt vorbeigeht. Die chemischen Abfälle aus der PV-Produktion mögen in China statt in Deutschland liegen, aber für 1GW PV sind diese auch nicht vernachlässigbar und gehören in den Vergleich mit Atomkraft einbezogen.

Wenn Du Dir meine Infos und das verlinkte Konzept (www.moltexenergy.com) angeschaut hast, dann lass uns gern weiterdiskutieren.

Viele Grüße

James

@JamesDenman Wärmespeicherung in Flüssigsalzen ist eine coole Technologie und es stimmt, dass sie kleinen AKWs (insofern solche jemals über das Prototypstadium hinauskommen sollten :wink: ) erlauben könnte, einfacher eine Lastkurve über 24 Stunden zu fahren, oder allgemein Inselsysteme robuster machen kann. Allerdings würde ich zum einen gerne einmal den Wirkungsgrad der Speicherung sehen, zu anderen halte ich diese Kombination für ein in der Energiewende insgesamt eher kleineres Werkzeug. Lass mich das ausführen:

Wenn wir mit der Energiewende ernst machen und unter anderem auch den Heizungssektor dekarbonisieren wollen, dann werden nicht die tageszeitlichen Schwankungen oder Schwankungen über einige Tage (aka „Dunkelflauten“) relevant sein, denn diese wird man durch Last- und E-Auto-Lademanagement, Pumpspeicher, ein paar Gasturbinen und - wenn es sich anbietet - auch Flüssigsalzspeicher in den Griff bekommen. Das ist eine Herausforderung, aber schon heutzutage machbar. Die viel größere Herausforderung werden die saisonale Schwankungen zwischen dem Sommer und dem heizintensiven Winter werden. Wir müssen uns im Sommer einige dutzend TWh Winterspeck anfressen, genauso wie derzeit im Sommer fossiles Erdgas eingespeichert wird.

Flüssigsalzspeicher scheinen eher so mit einem Zeithorizont von ein paar Tagen zu operieren. Saisonale Speicher von der benötigten Größenordnung scheinen sie nicht zu sein. Das werden wohl eher norwegische Speicherseensysteme und/oder Wasserstoff liefern.

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@cors , ich stimme Dir zu, dass ein Flüssigsalzspeicher für Tages-, nicht für Jahreszyklen geeignet ist. Flüssigsalzspeicher habe ich in dem o.a. Zusammenhang eingebracht, um das häufig angeführte Argument zu adressieren, dass Atomkraft unflexibel und deswegen schwer mit Erneuerbaren, die einen stark ausgeprägten Tageszyklus haben, kombinierbar wäre. Dafür kann ein Flüssigsalzspeicher eine gute Lösung sein.
Natürlich müssen wir alles dekarbonisieren, auch Gebäude und Verkehr, und der von Dir beschriebene „Winterspeck“ ist eine Herausforderung für sich, hat aber nicht direkt etwas mit der Kompatibilität von Atomkraft und Erneuerbaren zu tun.
(Übrigens: Pumpspeicher sind super effizient aber die in Deutschland verfügbaren (und erreichbaren) Kapazitäten sind klein im Vergleich zum Bedarf für Jahreszyklen. Norwegen ist super ausgestattet, allerdings sind wir in D nicht die einzigen, die darauf zugreifen möchten)
(Und danke übrigens für den super konstruktiven Ton Deines Kommentars :blush:)

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Dazu wurde hier im Thread schon rauf und runter argumentiert und alles bereits mehrfach wiederholt.
@Cors hat es dir ja sogar auch nochmal sehr schön zusammengefasst. :+1:
Einen schönen Tag dir!

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