Wie, wann und vor allem wo? Es ist noch zu früh, um das zu sagen

Das ist doch mal eine Ansage.
Alle, die Putin immer wieder in Schutz nehmen und immer fordern, dass man Rücksicht nehmen soll, dass sich Putin vom Westen bedroht fühlen könnte:
Nun, ich fühle mich von Putin bedroht. Sollte das mein Kanzler nicht höher bewerten?
Was, liebe Frau Wagenknecht schlagen Sie vor, dass ich mich wieder sicher fühlen kann?
Eine russische Grenze, die näher an Europa rückt, ist da eher ungeeignet. Auch ein Präsident, der unserer Regierung verbieten möchte, Waffen zu meinem Schutz zu stationieren, gleichzeitig mit seinen Waffen droht, beruhigt mich da auch eher nicht.
Wie lösen wir das Dilemma?

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Das ist ja kein Widerspruch: Ja, es ist vorgeschobene Angstmache und Einschüchterung und ja, sie wirkt, vor allem in Deutschland.

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Im Kontext des Threads wollte ich nur darstellen, dass Putin aufgrund der militärischen Situation keinen Grund sieht auf Deeskalationsangebote einzugehen. Und dass die Argumente der Friedensbewegten sinnlos sind, weil Putin eben nicht einfach aufhören und verhandeln würde, nur weil man der Ukraine keine Waffen mehr liefert bzw. er nichtmal zu ernsthaften Gesprächen bereit wäre aktuell.
Natürlich funktioniert es aus Sicht von Putin und natürlich sollte er aus seiner Perspektive damit weitermachen.

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Es ist sicherlich gut, dass immer wieder mal festzustellen, ebenso wie die Schlussfolgerung daraus, nämlich, dass es denen, die immer so laut nach „Frieden“ rufen, aber eigentlich ein Ende der Hilfe für die Ukraine meinen, mitnichten um tatsächlichen Frieden geht, sondern um die Angst um einen Krieg in Deutschland (wie echt oder instrumentell die beim Einzelnen auch jeweils sein mag) und darum, das lästige Thema Ukraine und deren Unterstützung endlich los zu sein. Und bei Wagenknecht & Co geht es vermutlich um nichts anderes, als genau diese Gefühlslagen zu pushen, um sie für die eigenen Zwecke zu nutzen.

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Man munkelt
Ukraine-Krieg: Bericht über Verhandlungen zwischen Moskau und Kiew - n-tv.de

EDIT. Oder auch nicht
Der Kreml weist einen Bericht zurück, wonach Moskau und Kiew Gespräche über die Einstellung der Angriffe auf Einrichtungen der Energieinfrastruktur führen. Es kursierten viele Falschmeldungen, „die nichts mit der Realität zu tun haben“, sagt Kremlsprecher Dmitri Peskow laut den staatlichen russischen Nachrichtenagenturen Tass und Interfax. „Selbst die angesehensten Medien zögern nicht, solche Erfindungen zu veröffentlichen.“ Er beziehe sich konkret auf einen Artikel der „Financial Times“, erklärt er demnach auf Nachfrage. Laut der ukrainischen Nachrichtenagentur RBC-Ukraine äußert sich auch der ukrainische Präsidentenberater Mykhailo Podolyak zu dem Zeitungsbericht. Russland werde die Angriffe auf den ukrainischen Energiesektor nicht aufgeben, da dies ihr Schüssel für psycho-emotionalen Druck auf die Ukraine und ihre Partner sei, sagt er demnach. Die Behauptung, es gebe „Verhandlungen“ zwischen Kiew und Moskau, um die Angriffe zu beenden, entbehre jeder Logik. Die Zeitung hatte gemeldet, dass es dazu zwischen der Ukraine und Russland Gespräche in einem frühen Stadium gebe. Als Quelle genannt wurden Personen, die mit der Angelegenheit vertraut sind, darunter ein Diplomat.

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Aus der Tagesschau:

„ Die nordkoreanische Außenministerin Choe Son Hui hat bei einem Besuch in Moskau angekündigt, dass ihr Land Russland beim Krieg gegen die Ukraine weiter militärisch unterstützen werde. Russland werde diesen Krieg gewinnen, sagte Choe bei einem Treffen mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow.
„Noch einmal versprechen wir, dass wir bis zum Tag des Sieges stets fest an der Seite unserer russischen Kameraden stehen werden“, sagte Choe. Lawrow sprach von einer engen Kooperation der Militärs und Sicherheitsorgane beider Länder. Choe warf den USA und anderen westlichen Staaten vor, mit der Waffenhilfe für die von Moskau angegriffene Ukraine einen langfristigen Krieg gegen Russland führen zu wollen.
Zuletzt wurden Berichte bestätigt, wonach das nordkoreanische Regime Russland nicht nur ballistische Raketen liefert, sondern auch mehrere tausend Soldaten geschickt hat, die offenbar in der russischen Region um Kursk gegen die Ukraine eingesetzt werden sollen. Ein Kreml-Sprecher wollte dies am Freitag nicht kommentieren. „

Also wenn wir der Ukraine helfen mit Waffen, Verlängern wir nur den Krieg. Wenn Nordkorea Waffen an Russland liefert, damit dieses den selbstverursachten Angriffskrieg gewinnt, ist das offenbar ok.

Wie will man da deeskalieren oder verhandeln?

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Krieg ist Frieden, Frieden ist Krieg. Nur 40 Jahre zu spät.

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Hat das jemand behauptet?

Ja. Nordkorea und indirekt Russland. :wink:

Interessant ist in dem Zusammenhang, dass Söldner von der Genfer Konvention nicht erfasst werden.
Sollten Ukrainer die Nordkoreaner verhaften, sind sie also nicht geschützt.

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Afaik erhalten sie russische Uniformen.

Hat Wagenknecht schon zur Deeskalation aufgerufen, man dürfe keine deutschen Waffen gegen Nordkoreanische Soldaten einsetzen, weil das Deutschland in den Krieg mit Nordkorea stürzt?

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Das macht sie noch nicht zu russischen Soldaten im Sinne des Völkerrechts.

Die Nordkoreaner sind aber vermutlich auch keine „Söldner“, sondern einfach Soldaten der nordkoreanischen Streitkräfte. Die Ukraine kann ihren Einsatz als direkten Angriff Nordkoreas werten, auch wenn sie unter russischer Flagge marschieren.

Da Nordkorea und die Ukraine beide die Genfer Konvention zum Umgang mit Kriegsgefangenen unterschrieben haben, gelten diese Regeln auch für nordkoreanische Soldaten, die von der Ukraine gefangengenommen werden. Mal davon abgesehen, dass die Ukraine die Nordkoreaner auch dann im Sinne des Völkerrechts angemessen behandeln müsste, wenn sie nicht durch diese Konvention geschützt wären. Misshandlungen usw. werden dadurch nicht rechtens.

Was auf jeden Fall passieren wird, ist dass Südkorea sich erheblich mehr in den Konflikt einbringen wird. Die Südkoreaner haben schon angekündigt, dass sie großes Interesse daran hätten, nordkoreanische Kriegsgefangene in der Ukraine zu verhören. Und dass die südkoreanische Regierung ihre bisher vorsichtige Haltung zu Waffenlieferungen an die Ukraine überdenken wird.

Mwn schon, wenn sie damit in die Befehls- und Kommandostrukturen der russischen Armee vollständig eingebunden sind.

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Steht doch drin:

Daneben nehmen einige Vorschriften aber auch Bezug auf die „Heimat“ der Kriegsgefangenen, also wohl den Staat, dessen Staatsangehörigkeit sie besitzen.

Wenn sie gefangen genommen werden, fallen sie nicht unter die Konvention.
Dass sie trotzdem gut behandelt werden steht außer Frage. Das berichten auch russische Gefangene. Die Ukraine hat ein Interesse, die Soldaten, besonders die Offiziere, auf ihre Seite zu ziehen.
Ansonsten stehen in dem Artikel interessante Dinge, wie, dass Nordkorea sie aus dem Dienst entlassen muss, um nicht Kriegspartei zu werden, und Russland sie eingliedern muss. Sie wären schön blöd, wenn sie danach sich wieder eingliedern lassen würden.
Und wenn Putin das so vertritt, hat er die Steilvorlage gegeben, wie der Westen nun Truppen entsenden kann ohne Kriegspartei zu werden.

Das steht da mMn nicht. Im Gegenteil, nach deinem Zitat geht es ja weiter:

Damit könnte sie gefangen genommene Nordkoreaner zwar als russische Kämpfer, nicht aber als russische Staatsangehörige anzusehen. Sie müssten weiterhin als Kriegsgefangene behandelt werden.

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Man kann ja auch mal schauen, was Russland zu den ausländischen Kämpfern auf ukrainischer Seite sagt (die selbstverständlich in die ukrainische Befehlskette eingebunden sind und sich freiwillig gemeldet haben)

Die russische Regierung reagierte auf die Internationale Legion mit warnenden Worten. „Söldner“ seien nach dem Kriegsvölkerrecht nicht als Kriegsgefangene zu verstehen, hebt das Militär hervor und droht, „das Beste, was sie erwartet“, seien Strafverfahren.
Internationale Legion: Ist Kämpfen für die Ukraine strafbar?

Allerdings bestätigt der Artikel deine Sicht:

Wer sich den ukrainischen Streitkräften unterstellt, sei als Kombattant einzustufen, womit die Rechte der Kriegsgefangenschaft aus der III. Genfer Konvention gelten, welche detailliert Pflichten und Rechte von Kriegsgefangen regelt.

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Kann man machen. Deren Aussage zu negieren ist ein guter Weg die Wahrheit herauszufinden :wink:

Solange die keine andere Quelle für die Versorgung ihrer AKW auftun, wird sich an der Zurückhaltung Südkoreas bei Waffenlieferungen nicht viel tun, denke ich, aber hoffen kann man natürlich.

Da wir hier wieder bei schon bekannten und ausreichend diskutierten Argumenten landen, würde ich die Diskussionsbreite gerne fokussieren und diesen Thread hier in Kürze schließen.

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