ped
27
Danke, (hier die Quelle)!
Ich würde das auch im Sinne der von mir Eingangs formulierten Antwortmöglichkeiten ganz klar unter Option 3 einordnen:
Viel deutlicher kann man ja von Seiten Russlands nicht mitteilen, dass es derzeit keinerlei Option für die diplomatische Lösung dieses Konflikts gibt.
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Flixbus
28
Das stimmt und, allerdings ist es ja auch nicht das erste Mal, dass Putin sich so deutlich gegen Verhandlungen ausgesprochen hat.
Auch die Talkingpoints von Wagenknecht & Co. dürften leider dieselben bleiben: Sie werden diese Aussage erst ignorieren, sie dann infrage stellen („ich weiß nicht, ob das wirklich so gesagt wurde“) und bei Vorlage eines entsprechenden Belegs wahlweise sagen, dass man dies ja nicht 1:1 wörtlich nehmen kann, dass es auch ganz anderslautende Aussagen des Kreml gibt oder dass es dann eben noch nicht das richtige Angebot gab. Dieser Argumentation mit einem Verweis auf die Realität beizukommen ähnelt dem berühmten Versuch, einen Pudding an die Wand zu nageln.
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Putin ist eher auf Eskalationskurs
ATACMS mit 180 km Reichweite oder Storm Shadows werden durch die Ukrainer gegen russische Stellungen auf der Krim bereits selbst eingesetzt. Genauso wie HIMARS mit 80 km Reichweite. Wieso sollte eine Freigabe auf mitlitärische Ziele in Russland hier jetzt Satellitenaufklärung durch die USA oder GB oder die EU benötigen?! Zumal es diese Satellitenbilder am freien Markt von privaten Firmen gibt und die Ukraine die Ziele ja sowieso schon in Listen selbst zusammengestellt hat. Das ist wieder mal vorgeschobene Angstmache und Einschüchterung, die im Westen wirkt. Wie man ja schon lange an Scholz sieht, der die gleichen Argumente bei Taurus bringt, was alles widerlegt wurde.
Putin muss sich im Klaren sein, dass diese Freigaben ein deutlicher Nachteil für seine Kriegsführung wären.
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Mike
30
Nun ja, Putin sieht das es zumindest in Teilen funktioniert. Warum also damit aufhören?
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Wie, wann und vor allem wo? Es ist noch zu früh, um das zu sagen
Das ist doch mal eine Ansage.
Alle, die Putin immer wieder in Schutz nehmen und immer fordern, dass man Rücksicht nehmen soll, dass sich Putin vom Westen bedroht fühlen könnte:
Nun, ich fühle mich von Putin bedroht. Sollte das mein Kanzler nicht höher bewerten?
Was, liebe Frau Wagenknecht schlagen Sie vor, dass ich mich wieder sicher fühlen kann?
Eine russische Grenze, die näher an Europa rückt, ist da eher ungeeignet. Auch ein Präsident, der unserer Regierung verbieten möchte, Waffen zu meinem Schutz zu stationieren, gleichzeitig mit seinen Waffen droht, beruhigt mich da auch eher nicht.
Wie lösen wir das Dilemma?
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Flixbus
32
Das ist ja kein Widerspruch: Ja, es ist vorgeschobene Angstmache und Einschüchterung und ja, sie wirkt, vor allem in Deutschland.
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Im Kontext des Threads wollte ich nur darstellen, dass Putin aufgrund der militärischen Situation keinen Grund sieht auf Deeskalationsangebote einzugehen. Und dass die Argumente der Friedensbewegten sinnlos sind, weil Putin eben nicht einfach aufhören und verhandeln würde, nur weil man der Ukraine keine Waffen mehr liefert bzw. er nichtmal zu ernsthaften Gesprächen bereit wäre aktuell.
Natürlich funktioniert es aus Sicht von Putin und natürlich sollte er aus seiner Perspektive damit weitermachen.
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Flixbus
34
Es ist sicherlich gut, dass immer wieder mal festzustellen, ebenso wie die Schlussfolgerung daraus, nämlich, dass es denen, die immer so laut nach „Frieden“ rufen, aber eigentlich ein Ende der Hilfe für die Ukraine meinen, mitnichten um tatsächlichen Frieden geht, sondern um die Angst um einen Krieg in Deutschland (wie echt oder instrumentell die beim Einzelnen auch jeweils sein mag) und darum, das lästige Thema Ukraine und deren Unterstützung endlich los zu sein. Und bei Wagenknecht & Co geht es vermutlich um nichts anderes, als genau diese Gefühlslagen zu pushen, um sie für die eigenen Zwecke zu nutzen.
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Man munkelt
Ukraine-Krieg: Bericht über Verhandlungen zwischen Moskau und Kiew - n-tv.de
EDIT. Oder auch nicht
Der Kreml weist einen Bericht zurück, wonach Moskau und Kiew Gespräche über die Einstellung der Angriffe auf Einrichtungen der Energieinfrastruktur führen. Es kursierten viele Falschmeldungen, „die nichts mit der Realität zu tun haben“, sagt Kremlsprecher Dmitri Peskow laut den staatlichen russischen Nachrichtenagenturen Tass und Interfax. „Selbst die angesehensten Medien zögern nicht, solche Erfindungen zu veröffentlichen.“ Er beziehe sich konkret auf einen Artikel der „Financial Times“, erklärt er demnach auf Nachfrage. Laut der ukrainischen Nachrichtenagentur RBC-Ukraine äußert sich auch der ukrainische Präsidentenberater Mykhailo Podolyak zu dem Zeitungsbericht. Russland werde die Angriffe auf den ukrainischen Energiesektor nicht aufgeben, da dies ihr Schüssel für psycho-emotionalen Druck auf die Ukraine und ihre Partner sei, sagt er demnach. Die Behauptung, es gebe „Verhandlungen“ zwischen Kiew und Moskau, um die Angriffe zu beenden, entbehre jeder Logik. Die Zeitung hatte gemeldet, dass es dazu zwischen der Ukraine und Russland Gespräche in einem frühen Stadium gebe. Als Quelle genannt wurden Personen, die mit der Angelegenheit vertraut sind, darunter ein Diplomat.
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Mike
36
Aus der Tagesschau:
„ Die nordkoreanische Außenministerin Choe Son Hui hat bei einem Besuch in Moskau angekündigt, dass ihr Land Russland beim Krieg gegen die Ukraine weiter militärisch unterstützen werde. Russland werde diesen Krieg gewinnen, sagte Choe bei einem Treffen mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow.
„Noch einmal versprechen wir, dass wir bis zum Tag des Sieges stets fest an der Seite unserer russischen Kameraden stehen werden“, sagte Choe. Lawrow sprach von einer engen Kooperation der Militärs und Sicherheitsorgane beider Länder. Choe warf den USA und anderen westlichen Staaten vor, mit der Waffenhilfe für die von Moskau angegriffene Ukraine einen langfristigen Krieg gegen Russland führen zu wollen.
Zuletzt wurden Berichte bestätigt, wonach das nordkoreanische Regime Russland nicht nur ballistische Raketen liefert, sondern auch mehrere tausend Soldaten geschickt hat, die offenbar in der russischen Region um Kursk gegen die Ukraine eingesetzt werden sollen. Ein Kreml-Sprecher wollte dies am Freitag nicht kommentieren. „
Also wenn wir der Ukraine helfen mit Waffen, Verlängern wir nur den Krieg. Wenn Nordkorea Waffen an Russland liefert, damit dieses den selbstverursachten Angriffskrieg gewinnt, ist das offenbar ok.
Wie will man da deeskalieren oder verhandeln?
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pintxo
37
Krieg ist Frieden, Frieden ist Krieg. Nur 40 Jahre zu spät.
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Hat das jemand behauptet?
Mike
39
Ja. Nordkorea und indirekt Russland. 
Interessant ist in dem Zusammenhang, dass Söldner von der Genfer Konvention nicht erfasst werden.
Sollten Ukrainer die Nordkoreaner verhaften, sind sie also nicht geschützt.
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Afaik erhalten sie russische Uniformen.
Hat Wagenknecht schon zur Deeskalation aufgerufen, man dürfe keine deutschen Waffen gegen Nordkoreanische Soldaten einsetzen, weil das Deutschland in den Krieg mit Nordkorea stürzt?
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ped
42
Das macht sie noch nicht zu russischen Soldaten im Sinne des Völkerrechts.
Die Nordkoreaner sind aber vermutlich auch keine „Söldner“, sondern einfach Soldaten der nordkoreanischen Streitkräfte. Die Ukraine kann ihren Einsatz als direkten Angriff Nordkoreas werten, auch wenn sie unter russischer Flagge marschieren.
Da Nordkorea und die Ukraine beide die Genfer Konvention zum Umgang mit Kriegsgefangenen unterschrieben haben, gelten diese Regeln auch für nordkoreanische Soldaten, die von der Ukraine gefangengenommen werden. Mal davon abgesehen, dass die Ukraine die Nordkoreaner auch dann im Sinne des Völkerrechts angemessen behandeln müsste, wenn sie nicht durch diese Konvention geschützt wären. Misshandlungen usw. werden dadurch nicht rechtens.
Was auf jeden Fall passieren wird, ist dass Südkorea sich erheblich mehr in den Konflikt einbringen wird. Die Südkoreaner haben schon angekündigt, dass sie großes Interesse daran hätten, nordkoreanische Kriegsgefangene in der Ukraine zu verhören. Und dass die südkoreanische Regierung ihre bisher vorsichtige Haltung zu Waffenlieferungen an die Ukraine überdenken wird.
Mwn schon, wenn sie damit in die Befehls- und Kommandostrukturen der russischen Armee vollständig eingebunden sind.
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Steht doch drin:
Daneben nehmen einige Vorschriften aber auch Bezug auf die „Heimat“ der Kriegsgefangenen, also wohl den Staat, dessen Staatsangehörigkeit sie besitzen.
Wenn sie gefangen genommen werden, fallen sie nicht unter die Konvention.
Dass sie trotzdem gut behandelt werden steht außer Frage. Das berichten auch russische Gefangene. Die Ukraine hat ein Interesse, die Soldaten, besonders die Offiziere, auf ihre Seite zu ziehen.
Ansonsten stehen in dem Artikel interessante Dinge, wie, dass Nordkorea sie aus dem Dienst entlassen muss, um nicht Kriegspartei zu werden, und Russland sie eingliedern muss. Sie wären schön blöd, wenn sie danach sich wieder eingliedern lassen würden.
Und wenn Putin das so vertritt, hat er die Steilvorlage gegeben, wie der Westen nun Truppen entsenden kann ohne Kriegspartei zu werden.
Das steht da mMn nicht. Im Gegenteil, nach deinem Zitat geht es ja weiter:
Damit könnte sie gefangen genommene Nordkoreaner zwar als russische Kämpfer, nicht aber als russische Staatsangehörige anzusehen. Sie müssten weiterhin als Kriegsgefangene behandelt werden.
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